Eine kleine, unscheinbare Flamme brennt an der Spitze der knapp 1,2 Meter großen, silberfarbenen Aluminiumfackel, deren Vorderseite ein Rotes Kreuz trägt. Ihr Schein erlischt nicht und trägt das „Licht der Hoffnung“ in diesen Wochen und Tagen quer durch Deutschland, Österreich und Italien und die Herzen Tausender Rotkreuzler. Dieses kleine Licht ist Symbol für die Arbeit der Rotkreuzler:

Jetzt durchquerte das „Licht der Hoffnung“ im Rahmen der Fiaccolata – das ist italienisch und steht für Fackelzug – auch den Landkreis Haßberge. Es wurde von ehrenamtlichen Mitgliedern der BRK-Bereitschaften, der Wasserwacht und des Jugendrotkreuzes in Empfang genommen und am Fuße der Wallfahrtskirche Maria Limbach an die Kollegen des BRK-Kreisverbandes Bamberg übergeben.

Seit 1992 erinnern tausende von Menschen aus der ganzen Welt alljährlich am 24. Juni bei einem Fackelzug des Italienischen Roten Kreuzes an die Anfänge der Rotkreuz-Bewegung. Die Schlacht von Solferino war die Entscheidungsschlacht im Sardinischen Krieg zwischen dem Kaisertum Österreich und dem Königreich Piemont-Sardinien sowie dessen Verbündetem Frankreich. Am Morgen des 24. Juni 1859 standen sich jeweils 150 000 Soldaten gegenüber. Am Abend lagen 40 000 Tote und Verwundete auf dem Feld. Der junge Schweizer Geschäftsmann Henry Dunant setzte sich dafür ein, dass alle Verwundeten unabhängig von ihrer Nationalität gleich behandelt wurden. Die Rotkreuz-Idee, in Friedenszeiten Hilfsorganisationen zu gründen, deren Ziel es sein soll, die Verwundeten in Kriegszeiten durch Freiwillige pflegen zu lassen, war geboren.

Wegen Corona muss die Fiaccolata jedoch in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge ausfallen. Doch Not macht erfinderisch, weshalb man sich beim DRK etwas einfallen ließ und unter dem Motto „Licht der Hoffnung“ aus Deutschland Richtung Solferino auf den Weg brachte. red