Der Landkreis Haßberge bewirbt sich bei der Bayerischen Staatsregierung, Modellkommune für das Projekt "Öffnen mit Sicherheit" zu werden. Ein solches Experiment wird aktuell in Tübingen erprobt und ermöglicht mit einem negativen Corona-Test und einem damit verbundenen "Tagesticket" den Besuch von Gastronomie, Geschäften und Kultureinrichtungen. "Wir haben bereits ein breit gefächertes Netz an Testmöglichkeiten für alle Bürgerinnen und Bürger aufgebaut. Wir als Landkreis stehen mit unseren 26 Kommunen in den Startlöchern und sind bereit, mit Mut und Kreativität gegen die Auswirkungen der Pandemie anzukämpfen", sagt Landrat Wilhelm Schneider laut einer Mitteilung seiner Behörde in Haßfurt . Eine Erweiterung und der Ausbau der Schnelltestzentren seien kein Problem. Alle Städte, Märkte und Gemeinden haben sich laut Schneider kooperativ gezeigt und unterstützen den Landkreis beim Aufbau der notwendigen Infrastruktur. "Wir könnten mit dem ,Haßberge-Weg' sofort als Modellregion starten", sagt der Landrat .

Der Landkreis Haßberge setzt seit Dezember ein umfangreiches Testkonzept um, das weit über das bayerische Testkonzept hinausgeht. Seit Dezember werden zusätzlich zum bayerischen Testkonzept mehrere Schnelltestzentren für die Pflege- und Behinderteneinrichtungen und deren Besucher angeboten. Seit dem 8. März werden in den Schnelltestzentren Ebern, Eltmann, Haßfurt , Hofheim und Maroldsweisach Testungen für alle Bürger durchgeführt.

Parallel wird das bayerische Testzentrum in Wonfurt betrieben. Auch hier war der Landkreis Haßberge im Frühjahr 2020 einer der ersten.

"Das Tübinger Modell könnte ad hoc umgesetzt werden", ist Landrat Schneider überzeugt. Die Testkapazitäten und Organisationsstrukturen sind aufgrund der bereits eingerichteten Schnelltestzentren vorhanden.

Aktuell hat der Landkreis Haßberge für seine 84 000 Bürger eine Testkapazität von täglich über 500 PCR-Tests am Testzentrum in Wonfurt und von über 2000 PoC-Tests in den Schnelltestzentren. Parallel dazu bieten die Kommunen durch dezentrale Testangebote für ihre Bürger ihre Unterstützung an.

Das Testangebot wird bereits jetzt sehr gut von der Bevölkerung angenommen und könnte kurzfristig flexibel dem Bedarf angepasst und erweitert werden.

"Wir möchten mit unserem ,Haßberge-Modell' ein Beispiel setzen und mit unserer Teststrategie einen Schritt in Richtung Normalität gehen", erklärt Landrat Wilhelm Schneider . red