Der Königsberger Stadtrat hat planungsrechtlich die Weichen dafür gestellt, dass die Photovoltaikanlage bei Hellingen erweitert werden kann. Nach Abschluss der Auslegung der Planunterlagen zum Bebauungs- und Flächenutzungsplan wurden dem Ratsgremium die eingegangenen Stellungnahmen der Behörden und Träger öffentlicher Belange sowie der öffentlichen Auslegung durch Geschäftsleiter Johannes Mücke zur Abwägung und Beschlussfassung vorgestellt. Das Ingenieurbüro Stubenrauch hat dazu eine Zusammenfassung erstellt und Beschlussvorschläge erarbeitet. Die Beschlüsse wurden vom Stadtrat angenommen.

Städtebauförderung

Auch mit der Städtebauförderung in Königsberg beschäftigte sich der Stadtrat in seiner Sitzung. Denn um Zuschüsse aus der Städtebauförderung zu erhalten, müssen Projekte realisiert werden. Ein Förderbetrag wird jährlich angemeldet und sollte auch abgerufen werden, da, laut Auskunft der Städtebauförderung , das Geld sonst anderen Kommunen zur Verfügung gestellt werden muss.

1990 ging's los

Dazu blickte Bürgermeister Claus Bittenbrünn erst einmal in das Jahr 1990 zurück, als der damalige Stadtrat einem Planungsbüro den Auftrag gab, Ziele für eine Stadtentwicklung zu erarbeiten. Einiges wurde seinerzeit verwirklicht, wie zum Beispiel die Umwandlung des ehemaligen Brauhauses in Königsberg zum heutigen Kunsthandwerkerhof. Seitdem war aber in der Stadt etwas Ruhe eingekehrt. Um aber weiter am Ball zu bleiben und nicht aus dem Programm der Städtebauförderung zu fallen, ist es für Königsberg wichtig, ein umfassendes städtebauliches Entwicklungskonzept zu erstellen, was nun geschehen wird.

Bittenbrünn meinte dazu: "Man sollte seine Stadt nicht nur erhalten, sondern auch verschönern." In dieses Entwicklungskonzept könnten verschiedene Maßnahmen wie zum Beispiel das geplante Naturparkzentrum an der Thomas-Klingg-Steige, die Sanierung des ehemaligen Krankenhauses im Steinweg und des sich daran anschließenden Kinderspielplatzes im Rahmen einer vorbereitenden Untersuchung aufgenommen werden. Zusammen mit weiteren städtischen Gebäuden innerhalb des Sanierungsgebietes könnten diese Projekte Inhalte einer vorbereitenden Untersuchung werden. Für diese vorbereitende Untersuchung können laut Bürgermeister Zuschüsse im Rahmen einer Förderhöhe von bis zu 90 Prozent erwartet werden.

Dahingehend beschloss das Stadtratsgremium am Dienstagabend, für die Untersuchung einen Planer zu suchen. Dieser wird von der Stadt mit der Untersuchung und Erstellung eines "Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes" beauftragt.

In diesem Zusammenhang soll auch ein Stadtbodenkonzept erstellt werden, in dem erste Schritte zu einer besseren Begehbarkeit der historischen Pflasterflächen in der Altstadt unter Wahrung des Denkmalcharakters erarbeitet werden sollen. Das betrifft zudem die Ausleuchtung der Flächen.

Nicht beinhaltet ist dabei aber eine komplette barrierefreie Umgestaltung. Dieses Ziel könne, so die Aussage von Bürgermeister Bittenbrünn, innerhalb der Altstadt unter Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Belange und aus finanziellen Gründen nicht umgesetzt werden.

Planer und Finanzen

Das Stadtratsgremium vereinbarte, für die Erstellung und Umsetzung des Stadtbodenkonzepts ebenfalls einen Planer zu suchen. In beiden Fällen müssen die Kosten in den Haushaltsplan der Stadt eingestellt werden.

Claus Bittenbrünn informierte ferner über den Fortgang der Sanierungsarbeiten an der Grundschule. Diese verlaufen termingerecht, wie er darstellte.