Ebern  — Julian Damm hat seinen Quali mit 1,9 bestanden und Isabella Steinert den mittleren Bildungsabschluss an der Mittelschule mit 1,33. Neben den beiden Schulbesten wurden bei der Abschlussfeier der Mittelschule auch Schüler gewürdigt, die sich durch außerordentliches Engagement hervorgetan hatten.

Direktor Philipp Arnold erzählte die Geschichte von einem ungeduldigen Bauern, der die Ernte verdarb, weil er das Wachstum seiner Keimlinge nicht abwarten konnte. Anders sei man an der Mittelschule verfahren, wo die Pflänzchen behutsam wachsen durften, ein jedes in seinem Tempo. Auch Umtopfungen von einer in eine andere Klasse oder die Zuführung von neuem Mutterboden in Form neuer Klassenlehrer ließen sich zu bestimmten Zeiten nicht vermeiden. Die Lebenserfahrungen von Eltern und Lehrern seien der nötige Dünger gewesen und die Misserfolge verglich der Rektor mit den Einflüssen frostiger Winter. Schlussendlich haben doch alle die unterschiedlichsten Früchte getragen.

Geduld sei unerlässlich, die sowohl die Lehrer als auch die Kinder aufbringen mussten. Arnold ermahnte die Jugendlichen, dass sie sich und ihrem Mitmenschen Zeit geben sollen. Zeit, zum Lernen, Gedeihen und Verstehen.

Die Mittelschule Ebern lege viel Wert auf Herzensbildung, auf Werte wie Mitgefühl, Gerechtigkeitssinn, Zuwendung, Verständnis, Freundlichkeit und Weisheit. „Sich in andere Menschen hineinversetzen zu können, ist nicht nur eine Art emotionaler Intelligenz, sondern es ist eine Voraussetzung zum Glücklichsein“, sagte Arnold.

Mit Durchhaltevermögen

Bei der Abschlussrede der Schüler Lisa und Raphael ging es ums Durchhalten. So brachten sie das Zitat: „Ich sage dir nicht, es wird einfach. Ich sage dir, es wird es wert sein.“ Es wurde über den „Ernst des Lebens“ gesprochen, der dann letztendlich doch gar nicht so ernst war, wie sie anhand zahlreicher Episoden aufzeigten.

Beginn der Veranstaltung war ein Wortgottesdienst in der evangelischen Kirche in Ebern , bei dem auch die Schüler involviert waren.