Im Heimatmuseum wird die besucherlose Zeit genutzt, um Dinge voranzutreiben, die seit längerem aufgeschoben wurden. So wird etwa die digitale Inventarisierung der Museumsobjekte weiter vervollständigt. Mittlerweile wurden schon über 90 Prozent der Exponate in einer speziellen Datenbank digitalisiert. Auch die Pflege und Erforschung der Objekte wird weiterverfolgt. Dabei entdecken die Freunde des Museums auch immer wieder Schäden, die im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte an den Stücken entstanden sind. Die Verantwortlichen im Bürgerverein reparieren und sichern dann die Objekte zusammen mit ausgebildeten Restauratoren.

In der Sammlung des Heimatmuseums Ebern befindet sich eine aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert stammende Herrenweste , die einem Eberner Apotheker gehörte. Diese Weste soll in einem Forschungsprojekt eingehend untersucht, restauriert und die Ergebnisse in einer Ausstellung präsentiert werden.

Von einer Nachfahrin geschenkt

Die Weste stammt aus dem Nachlass des Apothekers Franz Gros. Sie wurde dem Museum von einer Nachfahrin geschenkt. In Zusammenarbeit mit der Textilrestauratorin Sibylle Ruß aus Bamberg werden kostümhistorische und textilkundliche Beiträge für die Ausstellung entstehen. Neben der Restaurierung des Kleidungsstücks wird sie auch die fachgerechte Präsentation der Weste begleiten.

Die Restaurierung wird durch Mittel der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen sowie des Bezirks Unterfranken mitfinanziert. red