Die restaurierten Bilder des Malers Adolf Vogel sind zurück im Heimatmuseum . Darauf macht der Bürgerverein als Träger des Heimatmuseums in Ebern aufmerksam.

Der Bürgerverein hatte im vergangenen Jahr eine umfangreiche Sammlung des in Ebern geborenen Malers Adolf Vogel geschenkt bekommen. Und das kam so: Im Rahmen der Nachforschungen zu Werk und Leben Adolf Vogels, die einer detektivischen Spurensuche glichen, konnte der Verein nach eigenen Angaben in Zusammenarbeit mit der Kunsthistorikerin Sibylle Kneuer auch Kontakt zur letzten Ehefrau des Malers und deren gemeinsamen Sohn in Hannover aufnehmen. Bestärkt durch die fundierten Ergebnisse der Recherchen haben sich die Angehörigen Anfang 2020 dazu entschlossen, dem Bürgerverein Ebern eine Sammlung von 51 Werken Vogels zu schenken.

Die Bilder waren teils in gutem, teils aber in einem sehr restaurierungsbedürftigen Zustand. Teilweise lösten sich Farbschichten, zum großen Teil mussten sie von einer dicken Staubschicht befreit und gereinigt werden. Eine Restaurierung war also dringend geboten.

"Gut, dass es Fachleute gibt, die so etwas ausführen können. Mit Klaus Tenschert aus Hirschaid konnten wir einen ausgewiesenen und erfahrenen Fachmann auf dem Gebiet der Gemälderestaurierung gewinnen", schreibt der Verein. In den vergangenen Monaten hat er sich intensiv mit den Vogel-Bildern beschäftigt, sie vom Staub der Jahrzehnte befreit, Malschichten gefestigt und die Fehlstellen retuschiert.

Die Kontaktbeschränkungen haben dazu geführt, dass die Bilder erst in den letzten Tagen wieder in ihr neues Domizil, das Museumsdepot unter der Frauengrundhalle, einziehen konnten. Nun erstrahlen sie wieder in ihrer ursprünglichen kräftigen Farbigkeit. Mittelfristig werden die Bilder im Rahmen einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert. Dabei soll auch über die Restaurierungsmaßnahmen berichtet werden. Die Restaurierung wurde laut Bürgerverein Ebern durch Mittel der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen sowie Geld des Bezirks Unterfranken mitfinanziert. red