Hat eine 61-jährige Hausfrau aus dem nördlichen Landkreis im Juli 2017 tatsächlich insgesamt 130 000 Euro unterschlagen? Diese Frage beschäftigt seit dem 3. Februar das Amtsgericht Haßfurt .

Zu treuen Händen ...

Angeklagt ist neben der Hausfrau auch ihr 37-jähriger Sohn , der das Geld in bar übergeben haben soll. Laut Anklageschrift hat die Angeklagte am 21. Juli 2017 von ihrer Schwester 130 000 Euro in bar erhalten. Das Geld sollte sie bei sich aufbewahren, damit es nach ihrem Tod nicht in die falschen Hände gerät - vor allem nicht in die ihrer verhassten Stieftochter , mit der sie seit längerer Zeit im Clinch lag.

Geldgeberin starb

Anfang des Jahres 2018 wollte die Geldgeberin ihr Geld dann wieder zurückhaben. Doch dazu kam es nicht mehr, da sie im März 2018 starb. Die Schwester soll das anvertraute Geld laut Anklage nicht der Erbmasse zugeführt, sondern für sich behalten haben.

Zeugin erschien nicht

Am gestrigen Mittwoch sollte eine Zeugin aus Ribnitz-Damgarten an der Ostseeküste aussagen. Doch die Zeugin erschien trotz zweifacher Ladung nicht vor Gericht.

Die Verhandlung wurde daher auf den Donnerstag, 25. Februar, mit Beginn um 15 Uhr vertagt. Die Zeugin wird dann durch zwei Polizeibeamte vorgeführt.

5000-Euro-Zahlung abgelehnt

Eine Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung von 5000 Euro lehnte die nicht vorbestrafte Angeklagte zusammen mit ihrem Verteidiger Hanns Christ ab. Verteidiger Steffen Vogel fordert für deren Sohn einen Freispruch.