Das Ziel der Staatsregierung in München ist es, bayernweit ein Netz an Informationszentren zu schaffen, die sich unter der Dachmarke "Naturparkzentrum" präsentieren. Für den Naturpark Haßberge wurde Königsberg als Standort beschlossen. Der Kreisausschuss des Kreistages Haßberge beriet nun in Haßfurt die Beteiligung an den Investitions- und Betriebskosten, die vor allem der Landkreis Haßberge und die Stadt Königsberg tragen sollen.

Landrat Wilhelm Schneider erinnerte daran, dass der Landkreis Haßberge mit seiner Fläche in zwei Naturparks liegt, dem Naturpark Steigerwald und dem Naturpark Haßberge . Für den Steigerwald sei die Entscheidung für ein Zentrum noch nicht gefallen. Da dort vier Landkreise konkurrieren, laufe dieser Prozess noch, erläuterte der Landrat .

Schnell geeinigt

Im Naturpark Haßberge fiel die Wahl auf den Landkreis Haßberge, weil zwei Drittel der Fläche des Kreises Haßberge im gleichnamigen Naturpark liegen. Laut Schneider hatten sich die beteiligten Landkreise Rhön-Grabfeld, Bamberg, Schweinfurt und Haßberge schnell geeinigt und aus den Bewerbern Hofheim, Ebern und Königsberg habe Königsberg den Zuschlag erhalten. Die Förderung sei an einige Voraussetzungen gebunden. So müsse das Zentrum mindestens 400 Quadratmeter haben, von denen 200 Quadratmeter Ausstellungsfläche sind.

Vorstudie und Hauptstudie

Das Förderverfahren sieht eine Vorstudie durch den Naturpark Haßberge vor zur Akzeptanz des Standortes mitten in Königsberg. Dann kommt eine Hauptstudie mit der Erstellung einer Gesamtkonzeption für das Zentrum.

Kreiskämmerer Marcus Fröhlich bezifferte die Investitionskosten auf über 2,5 Millionen Euro. Bei einer Festbetragsfinanzierung durch den Freistaat Bayern in Höhe von zwei Millionen Euro bleibe ein Eigenanteil von 545 425 Euro für den Landkreis Haßberge und die Stadt Königsberg, wobei der Landkreis eine Kostenbeteiligung der Stadt Königsberg von 50 Prozent anstrebt.

Die Betriebskosten wurden im Kreisausschuss bei drei Personalvollstellen, mindestens 2000 Öffnungsstunden im Jahr und einem ansprechendem Veranstaltungsprogramm mit 242 069 Euro pro Jahr angegeben. Der Landkreis geht davon aus, dass 200 000 Euro nach den derzeit geltenden Förderrichtlinien für ein Naturparkzentrum vom Staat kommen. Der Rest entfällt nach einem bestimmten Schlüssel auf die vier beteiligten Kreise und die Stadt Königsberg.