Die Wallfahrtskirche Maria Limbach erstrahlt nach Jahren der Renovierung wieder in besonderer Pracht. Die nach den Plänen Balthasar Neumanns zwischen 1751 und 1755 erbaute Kirche ist ein Anziehungspunkt für Gläubige und Wallfahrer. Am kommenden Wochenende feiern die Limbacher ihr Kirchweihfest . Zum Gottesdienst am Sonntag um 9 Uhr werden auch die Wallfahrer aus den Kirchengemeinden Trossenfurt-Tretzendorf und Hummelmarter erwartet.

Wallfahrten in Limbach gehen bis ins 14., wenn nicht sogar bis ins 13. Jahrhundert zurück. Das erste Gotteshaus war hier eine spätgotische Hallenkirche. 1461 wurde dort ein Altar eingeweiht und mit Reliquien eingelegt. In der Reformationszeit und in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges gab es keine Wallfahrten und die Kapelle verfiel. Entsprechend der Konfession der Herrschaft musste die Einwohnerschaft Mitte des 16. Jahrhunderts lutherisch werden und die Familie Fuchs unterhielt einen eigenen Predikanten. Der Dreißigjährige Krieg brachte jedoch auch die „Füchse“ in Geldnot, so dass sie das Dorf Limbach an den Fürstbischof von Würzburg verkauften. Im Zuge der Gegenreformation wurde dann Limbach wieder „zum alten Glauben“ zurückgeführt, ist in der Chronik zu lesen.

Wunder am Gnadenbrünnlein

1651 wird es als Filialort von Eltmann genannt und 1732 zur besseren Pflege der Wallfahrt wieder zur eigenen Pfarrei erhoben. Die Chronik berichtet auch, dass Gott selber gewollt habe, dass die Wallfahrt wieder aufblühe. Deswegen habe er ein „Gnadenbrünnlein“ entsprießen lassen, an dem Heilungswunder geschehen sein sollen.

Das Jubiläum der Gotteshausweihe findet in diesem Jahr hauptsächlich im Sportheim des TSV Limbach statt, weil der örtliche Wirt Umbauarbeiten an seinem Gasthaus vornimmt. Der Turn- und Sportverein lädt deswegen in seinen Räumen fürs Wochenende 10./11. September ein, um Kirchweih und 85. Jubiläum zu feiern. Am Samstag gibt es ab 17.30 Uhr ein Haxenessen und am Sonntag wird ein Mittagessen mit Bräten und Schnitzel angeboten. Auch sportliche „Leckerbissen“ gibt es: Die Frauenmannschaft des TSV Limbach , die in der Bezirksliga Staffel 2 in Unterfranken dem runden Leder nachläuft, spielt am Sonntag um 11 Uhr gegen die Frauen aus Stadelschwarzach. Um 13 Uhr werden dann die Zweite Mannschaft und um 15 Uhr die Erste Mannschaft in der A-Klasse 3 zu sehen sein. gg