Nach Ebern auf das Gelände der ehemaligen Kaserne hat der Vorstand der ehemaligen Eberner Panzergrenadiere eingeladen. Im Freien kamen sie zusammen, um eine Tradition wieder aufleben zu lassen, den sogenannten Grünen Schluck.

Wo früher dienstliche Heimat war, im Gebäude der 1. Kompanie des Panzergrenadierbataillons 101/103, ist heute das Hotel „Zum Stadl“. Allerdings beherbergt dieses Gebäude in den Kellerräumen das Traditionsmuseum des Kameraden- und Freundeskreises der ehemaligen Eberner Panzergrenadiere 101/103 und der Kameradschaft des Panzeraufklärungsbataillons 12. Der „Grüne Schluck“ ist von ehemaligen Kommandeuren übernommen. Diese hatten zweimal im Jahr dazu eingeladen. Gekommen sind damals der Landrat , die Bürgermeister der um- gebenden Gemeinden, Vertreter von Behörden und Ämtern, Feldwebel und Unteroffiziersdienstgrade. Die jeweiligen Kommandeure blickten auf das erste Halbjahr zurück, berichteten von Übungen und Manövern und vom allgemeinen Dienstbetrieb und gaben einen Ausblick auf das zweite Halbjahr. Daneben fanden viele persönliche Gespräche statt, die für ein besseres Verständnis zwischen Militär und der Zivilbevölkerung sorgten. 1962 kamen zum Beispiel die Panzergrenadiere von Clausthal-Zellerfeld nach Ebern .

Etwas Sorge bereitet den Verantwortlichen der Fortbestand des Museums. Vor fünf Jahren ist das Museum mit einem Raum, der das „Leben im Felde“ zeigt, erweitert worden. Auch Nachbildungen militärischer Waffen wurden angeschafft, die zu einem militärischen Traditionsmuseum gehören. Als damals bekannt wurde, dass das Bataillon aufgelöst werde, gab der damalige Kommandeur , Oberstleutnant Hintelmann, den Auftrag, alles, was an das Bataillon erinnert, in den verschiedenen Kompanien zu sammeln. Diese Exponate waren der Grundstock für das heutige Museum. Wehmut habe alle Soldaten befallen, als das Bataillon 1992 im Zuge der Militärreform aufgelöst wurde. erinnerten die beiden Vorsitzenden Reiner Dehler und Rainer Ludwig bei dem aktuellen Treffen. Erfreulich sei, dass sich Ehemalige des damals aus Veitshöchheim nach Ebern ausgelagerten 2. Nachschubbataillons der Kameradschaft angeschlossen hätten. red