Die Aussegnungshalle und der Vorplatz am Friedhof in Königsberg sind neu gestaltet worden.

Die Aussegnungsfeiern bei Beerdigungen im Freien mit oder ohne kirchliche Begleitung nehmen aus unterschiedlichen Gründen immer mehr zu. So auch in Königsberg. Deshalb entschloss sich die Stadt , die in die Jahre gekommene und stark renovierungsbedürftige Aussegnungshalle am städtischen Friedhof herzurichten und den neuen Anforderungen anzupassen. So wurde die Treppe davor neu gestaltet und in Absprache mit den Bestattungsunternehmen eine Rampe angebracht, um Särge leichter zur letzten Ruhestätte bringen zu können. Auch für behinderte Besucher wird damit die Teilnahme an Beerdigungszeremonien erleichtert. Das zurzeit noch fehlende Geländer wird baldmöglichst angebracht.

An und in der maroden Halle wurden die defekten und gefährlichen Glasscheiben entfernt. Die Decke wurde teilweise erneuert und die äußere Verblendung mit Kupferblech neu angebracht.

Symbol für das Leben

Ferner wurde der Vorplatz neu gestaltet. Die nicht mehr schöne alte Blumenschale wurde durch einen von einem Blumenbeet umgebenen Quellstein, der für das „Leben“ steht und ständig von Wasser gespeist wird, ersetzt. Dabei wurde darauf geachtet, dass dieser in der Achse zum Kreuz auf dem alten Friedhof und dem Kreuz in der renovierten Aussegnungshalle steht. Zudem wurden die Seitenflächen am Vorplatz neu angelegt und mit Lorbeer bepflanzt.

Alle Arbeiten inklusive der Planung haben nach den Angaben von Bürgermeister Claus Bittenbrünn Mitarbeiter des städtischen Bauhofes erledigt. Die reinen Materialkosten beliefen sich auf rund 15 000 Euro. Durch diese Neuerungen hat der Friedhof insgesamt ein neues Erscheinungsbild erhalten.

Die Stadt weist darauf hin, dass auf dem Königsberger Friedhof im Bereich „Alter Waldfriedhof “ auch anonyme Beerdigungen möglich sind.