Zur Diskussion um die Einführung von Ortsstraßen in Dörfern, die bislang nur Hausnummern kennen:

Es ist richtig, dass eine korrekte Adresse leicht zum Ziel führt, wie im Artikel "Neue Ordnung für die Dorfstraßen?" im FT vom 30. März geschildert. Doch was hilft es, wenn ich die Adresse z.B. Baunacherstraße,. Ebern habe? Ich fahre dann nach Ebern und suche dort diese Straße, bis ich aufgeklärt werde, dass diese Straße in Frickendorf, einem Ortsteil von Ebern, zu finden ist.

Was ich damit sagen will: In den Postanschriften darf niemals der "tatsächliche" Ort fehlen. Freilich hat heute fast jeder ein Navi. Aber für mich ist es schizophren, wenn ich in meiner Heimatgegend ein Navi brauche, um eventuell in einem Nachbarort eine bestimmte Adresse zu finden. Entweder müsste die Adresse z.B. "96106 Ebern-Frickendorf" und dann den Straßennamen enthalten oder der Ortsname müsste vor dem Straßennamen stehen.

Ich gebe dem BRK-Sprecher Michael Will Recht, doch wäre es für den Rettungsdienst nicht auch hilfreich, von vornherein zu wissen, welche Ortschaft angefahren werden muss und nicht erst abwarten zu müssen, was das Navi dem Fahrer des Rettungswagens sagt?

Ich gehe hier sogar noch weiter: Die Postleitzahl der Gemeinde sagt doch, dass der Ort in einer bestimmten Gemeinde liegt. Also könnte man doch diesen Gemeindenamen weglassen und stattdessen gleich den "richtigen" Ort angeben.

Fritz Haseloff

Köslau