eckehard Kiesewetter

Kreis Haßberge —  Wenn Infektionsschutzgesetz und Arbeitsschutzverordnungen verschärft werden, in vielen Bereichen wieder die AHA-Regeln gelten und bereits wieder erste Veranstaltungsabsagen eintrudeln, dann kommt dies nicht von ungefähr. Corona meldet sich zurück. Auch ohne Superspreader-Ereignis wie dem Oktoberfest „surft“ die Region bereits mitten auf einer herandonnernden Herbstwelle. Die Zahl der Neuinfektionen spricht Bände. Binnen sieben Tagen wurden (Stand 4. Oktober) beim Gesundheitsamt 451 Neuinfektionen gemeldet, fast doppelt so viele wie in der Vergleichswoche zuvor. Von 255 (Stand 26. September) kletterte die Sieben-Tage-Inzidenz auf 471 am gestrigen Mittwoch. 391 Bürger gelten aktuell als infiziert. In der Vorwoche waren es etwa halb so viele.

Dabei muss man bedenken, dass es sich nur um die tatsächlich erkannten und gemeldeten Fälle handelt. Weil sich viele Leute inzwischen trotz Symptomen keinem PCR-Test mehr unterziehen (und vermutlich auch nicht in Quarantäne begeben), sind die Dunkelziffer und die Infektionsgefahr erheblich gestiegen. Ähnlich wie die neue Grippewelle kann Corona überall lauern.

Im Lauf der Woche kamen landkreisweit zwei weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus hinzu. Die Zahl ist damit auf 161 angestiegen.

Die nächste Sonderimpfaktion wird am Samstag, 8. Oktober, von 15 bis 19 Uhr in der Sport- und Kulturhalle in Sand angeboten. Auskünfte gibt’s über die Hotline des Landkreises, Telefon 09521/27-600 (Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr; Freitag von 9 bis 13 Uhr) oder auf der Homepage Coronavirus (hassberge.de).