Dem Umwelt- und Werkausschuss des Kreistages lag ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/Grüne vor, der die Forderung beinhaltete: „Der Landrat des Landkreises Haßberge und Anteilseigner des Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt (GKS) soll darauf hinwirken, dass die Verbrennung von frei gemessenem Material im GKS unterbunden wird.“

Landkreis Schweinfurt zuständig

Werkleiter Wilfried Neubauer erläuterte dazu, dass es sich bei frei gemessenen Abfällen , die thermisch behandelt würden, um Schutzanzüge, Putzlappen oder Verpackungsmaterial handle und die thermische Behandlung hier gesetzlich vorgeschrieben sei. Zuständig sei die Gebietskörperschaft, in deren Gebiet die Anlage errichtet und betrieben wurde. Daraus ergebe sich die Zuständigkeit des Landkreises Schweinfurt, und auf die Deponie des Landkreises Haßberge komme ja nichts.

Der Antrag müsse abgelehnt werden, da die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Übernahme aus dem Rückbau des Kernkraftwerkes Grafenrheinfeld gegeben seien.

Trotz einiger Einwände der Kreisräte Norbert Zösch und Bernhard Jilke wurde der Antrag bei zwei Gegenstimmen abgelehnt. gg