Mit einer Vernissage wurde die neue Kunstausstellung in Schloss Oberschwappach gefeiert. Wegen Corona war die Zahl der Besucher begrenzt. Dennoch waren viele Kunstfreunde gekommen, die vom Vorsitzenden des Kulturvereins Museum Schloss Oberschwappach , Egon A. Stumpf, begrüßt wurden. Anschließend führte er als Laudator in das Werk des Künstlers und Kunstfotografen Horst Ziegler aus Augsburg ein.

Das Thema der Ausstellung „Natur ist magisch ästhetisch“ forderte die Neugier der Besucher erkennbar heraus. Wie könne Kunst einen Beitrag zur dringendsten Frage unserer Zeit, dem Naturschutz , leisten, fragte Stumpf. Er wagte eine Antwort: „Die Künstler könnten eine kritische Position einnehmen und die Schuldfrage nach den mächtigen Elementen unserer Gesellschaft stellen. Oder sie beziehen eine positive Haltung und zeigen Dinge der Natur in einer ästhetisch überzeugenden Form in ihren Werken. Dass dabei Ästhetik und Ethik eine geheimnisvolle Allianz eingehen, sorgt für die Wirkung solcher Kunst als ein durchaus das Bewusstsein erweiterndes Mittel. Schönheit ist dann keine einlullende Beschönigung, sondern eine Haltung zur Natur, die von Hochachtung, ja Verehrung und Begeisterung getragen wird.“ Es bestehe die Hoffnung, sagte der Laudator, dass Besucher dieser Ausstellung an vielen Dingen der Natur nicht mehr achtlos vorüber gingen. Dass sie die Schönheit auch der verwelkenden Pflanzen sähen, auch des unscheinbaren Pflänzchens am Wegrand und die Vielfalt der natürlichen Formen auf engstem Raum – und dass sie ihre ethische Verpflichtung erkennten, dies alles zu schützen.

Damit bat Stumpf die Besucher, sich auf die Werke zu freuen , auf engagierte Gespräche untereinander und mit dem Künstler . Er bedankte sich bei den vielen Helfern. Sie machten eine solche Ausstellung erst möglich. Stumpf dankte auch Bürgermeister Stefan Paulus für dessen Unterstützung. Damit war die Ausstellung eröffnet und das Büfett mit eingepackten Süßigkeiten dem Ansturm freigegeben. red