Beim Jubiläumsgottesdienst zum 25-jährigen Bestehen des Therese-Stählin-Hauses erinnerte Pfarrer Wolfgang Scheidel dankbar an den Initiator des Alten- und Pflegeheimes der Diakonie Haßberge, Pfarrer Helmut Kastner.

Als Grundlage für die Predigt hatte Pfarrer Scheidel den Schlusstext aus dem ersten Paulusbrief an die Thessaloniker gewählt, wo es um Ermahnung und Ermutigung für das Leben geht. Paulus spricht dabei unter anderem von Geduld, gegenseitigem Tragen und Nächstenliebe – „sozusagen eine Betriebsanleitung für das Miteinanderleben“, wie es der Prediger zusammenfasste. Anhand des Textes entwickelte Scheidel die diakonischen Aufgaben und zeigte auf, wie diese in der Praxis, insbesondere im Therese-Stählin-Haus, umgesetzt werden.

Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stellte der Prediger das wohl bekannteste Wort von Wilhelm Löhe, dem „fränkischen Diakonissenvater“: „Was will ich? Dienen will ich. Wem will ich dienen? Dem Herrn in seinen Elenden und Armen. Und was ist mein Lohn? Ich diene weder um Lohn noch um Dank, sondern aus Dank und Liebe. Mein Lohn ist, dass ich darf.“ Scheidel nahm diese Worte zum Anlass, den Mitarbeitern im Therese-Stählin-Haus für deren nimmermüde Einsatzbereitschaft zu danken.

Stellvertretender Landrat Oskar Ebert warf einen Blick auf das vielfältige Angebot im Therese-Stählin-Haus und betonte den familiären Charakter der Einrichtung mit ihrem „aufmerksamen Personal“. Er dankte explizit den Pflegerinnen und Pflegern für deren großartige Leistung und ihren vorbildlichen Einsatz.

Gemeinderat Harald Deringer gratulierte im Namen der Marktgemeinde Maroldsweisach zum „25-Jährigen“ und erinnerte sich an den Kraftakt und die Herausforderung für alle Beteiligten, die der Start dieser diakonischen Einrichtung mit sich gebracht habe. Dass das Therese-Stählin-Haus über die Landesgrenzen hinausreiche, stellte er besonders heraus. jf