1,4 Millionen Euro hat die Gemeinde Knetzgau seit dem Jahr 2010 in den Breitbandausbau – und damit in schnelles Internet – investiert. Doch laut einem Masterplan ist dies nur der Anfang. Denn der Plan sieht für die kommenden Jahre ein Investitionsvolumen von 15,3 Millionen Euro vor. Gleichzeitig zeige der Plan ein Einkommenspotenzial in 40 Jahren in Höhe von rund 21,6 Millionen Euro auf, sagte Bürgermeister Stefan Paulus während der Gemeinderatssitzung am Montag. Abhängig sei dies jedoch davon, in welchem Rahmen die Gemeinde den Ausbau forciert und inwieweit sie selbst als „Netzbetreiber“ auftritt.

Diplomingenieur Siegberth Reuther von Reuther Net-Consulting aus Bad Staffelstein erläuterte in seinem Vortrag das „Betreibermodell“ näher. Der Konsens der Politik und aller Experten sei, dass jedes Haus ans Glasfasernetz angeschlossen werden müsse, sagte Reuther. Glasfaser im Haus sei mehr als nur „noch schnelleres Internet“, sondern die Basis für Digitalisierung und Wohlstand in Deutschland. Die Digitalisierung werde in allen Lebensbereichen wie Schule, Verwaltung, Privathaushalt oder der Telemedizin immer wichtiger.

Ein Masterplan für den Glasfaserausbau in jedes Haus in Knetzgau existiert bereits. Der Staat fördert nach seiner Gigabit-Richtlinie nur noch den Glasfaserausbau bis ins Haus mit einem Fördersatz von 90 Prozent. Der Gemeinderat muss sich in einer seiner nächsten Sitzungen entscheiden, ob die Gemeinde selbst als Betreiber fungiert oder ob dies eine Firma übernimmt.

Mehrere Projekte am Laufen

Die Bedarfsmitteilung zur Städtebauförderung für die Jahre bis 2025 nahm das Gremium einstimmig zur Kenntnis. Insgesamt 2,05 Millionen Euro sollen in das Maininformations- und Erlebniszentrum inklusive der Revitalisierung des Areals Westheimer Bach, Ringstraße, Weidengasse und Schafhof fließen sowie in das Projekt „Altort“ und das Entwicklungsgebiet „Wohnen am Westheimer Bach“.

Bau eines Storchennestes

Die Zahl der Störche hat nach Beobachtung von Dr. Mechthild Riedel wieder zugenommen. Sie habe immer wieder in den vergangenen Jahren im März Störche gesehen, die auf dem Dach ihres Hauses und der näheren Umgebung nach Nistmöglichkeiten gesucht haben. Nach Rücksprache mit dem Landesbund für Vogelschutz und der unteren Naturschutzbehörde wurde ein Grundstück an der Staatsstraße nach Haßfurt auf der linken Seite als geeignetes Grundstück für ein Storchennest gefunden, 50 Meter weg vom nächsten bebauten Grundstück. Nun ist Folgendes geplant: Mechthild Riedel zahlt den Drahtkorb. Die Bayerische Staatsforstverwaltung stiftet den Baumstamm. Der Bauhof errichtet ein Betonfundament und stellt das 15 Meter hohe Nest auf. Das Gremium gab seine Zustimmung.

In den Weinbergen bei Steinbach soll eine Aussichtsplattform entstehen. Das Projekt nennt sich „ terroir f “ und hat als Thema „Die Stufen zum Weingenuss “. Der Gemeinderat entschloss sich einstimmig, das Projekt mit einem Betrag von 10 000 Euro zu unterstützen.

Gemeinde plant Impfaktionen

Um die Corona-Impfquote zu erhöhen, will die Gemeinde an zwei Herbsttagen vor dem Edeka-Markt in Knetzgau Impfaktionen durchführen. Hierfür sollen zwei Zelte aufgestellt werden. Für den Auf- und Abbau werden freiwillige Helferinnen und Helfer gesucht. Der erste Impftermin ist Samstag, 13. November, von 10 bis 14 Uhr. Der zweite Termin findet entweder am 4. oder 11. Dezember statt. Impfwillige können spontan ohne Voranmeldung zur Impfung kommen. Benötigt werden Ausweis oder Reisepass sowie ein Impfpass – falls vorhanden.