von unserem Mitarbeiter 
Manfred Wagner

Haßfurt — Wer Hartz-IV-Leistungen bezieht und nebenbei einen kleinen Job ausübt - und das nicht angibt -, geht ein hohes Risiko ein. Das musste auch ein Arbeitsloser (55 Jahre) einsehen, der zum ersten Mal in seinem Leben Post vom Staatsanwalt erhielt. Als der unbescholtene Mann am 17. Februar dieses Jahres seinen Briefkasten öffnete, fand er einen Strafbefehl wegen Betrugs über 50 Tagessätzen á zehn Euro. Nachdem er dagegen Einspruch eingelegt hatte, kam es zur Verhandlung am Amtsgericht in Haßfurt. Beim Strafprozess wurde nun - wegen seines geringen Einkommens - die Höhe der Tagessätze halbiert.
Wie Staatsanwalt Bernd Lieb in seiner Anklageschrift ausführte, hatte der Familienvater für sich, seine Ehefrau sowie die im Haushalt lebende erwachsene Tochter am 7.