Dass nach 1700 Jahren der Name eines Mannes namens Blasius noch bekannt, vielleicht sogar beliebt ist, zeigt sich alljährlich an der großen Schar all derer, die nach den Sonntagsgottesdiensten vom Angebot des Blasiussegens regen Gebrauch machen. Ohne in einer langen Schlange für den besonderen Segen anstehen zu müssen, konnten die 400 Kinder der katholischen Kindertagesstätten in den Genuss dieser Segnung kommen. Sie werden von den Erzieherinnen gut vorbereitet und können in ihren Gruppen das Leben des Heiligen Blasius auf ganz verschiedene Weise erklären und deuten. Der ge-lernte Arzt, der später Priester und Bischof wurde, fiel der Christenverfolgung zum Opfer. Im Gefängnis konnte er vor seiner Hinrichtung durch sein Gebet einem Jungen helfen, der an einer Fischgräte zu ersticken drohte. Durch die Überlieferung dieser Geschichte entstand die Tradition des Blasiussegens.
Menschen verbanden durch die Jahrhunderte hinweg mit dem Blasiussegen einen Schutz vor Halskrankheiten. "Heute deuten wir dies viel weiter", erklärt Dekan Kilian Kemmer seinen Schäfchen den Sinn des Segens. Harte Brocken gäbe es wohl im Leben jedes Menschen zu schlucken. "Sie auch gut verdauen zu können, schadet Gottes Segen in Erinnerung an das Lebenszeugnis des Heiligen Blasius sicherlich nicht". red