Mit einer Urkunde und Dankesworten wurde der langjährige Behindertenbeauftragte des Landkreises Haßberge, Hans-Josef Hero, in den Ruhestand verabschiedet. Der gebürtige Haßfurter kann auf 46 Jahre im öffentlichen Dienst zurückblicken. Im Landratsamt eingesetzt war er in verschiedenen Sachgebieten - vom Siedlungs- und Wohnungsbau über das Gewerbereferat und Wohnungswesen bis hin zum Bauamt, wie die Kreisbehörde gestern mitteilte.

Landrat Wilhelm Schneider dankte Hans-Josef Hero für sein großes Engagement und lobte seine fachliche Kompetenz, die ihm viel Ansehen im Landkreis eingebracht habe. Ab Februar 2007 bis heute setzte sich der Regierungsinspektor als kommunaler Behindertenbeauftragter vehement für die Belange von Menschen mit Behinderungen ein und stand ihnen und deren Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite. Ein großes Anliegen war ihm zum Beispiel die barrierefreie Ausgestaltung der Bahnhöfe in Haßfurt und Zeil. 20 Jahre lang (von 1990 bis 2010) war Hans-Josef Hero als Schwerbehindertenvertreter im Personalrat und förderte die Eingliederung der schwerbehinderten Menschen im Landratsamt Haßberge.

Selbst betroffen

Dass Hans-Josef Hero schnell merkte, wo der Schuh drückt und dass er sich in die Probleme der Betroffenen einfühlen kann, lag auch daran, dass er selbst seinen Alltag mit einer starken Sehbehinderung meistern musste.

Die Aufgabe des kommunalen Behindertenbeauftragten war Hans-Josef Hero eine Herzensangelegenheit. Ganz gleich ob Privatpersonen, Vereine oder Selbsthilfegruppen - der Verwaltungsbeamte hatte für alle Anliegen der Betroffenen stets ein offenes Ohr und unterstützte sie. Bei allen Entscheidungen, die Menschen mit Behinderungen betrafen, wurde seine Stellungnahme als Behindertenbeauftragter gehört. red