Als eine 34-jährige Leipzigerin mit ihrer Familie am Montagnachmittag gerade erst von der Autobahnrastanlage Fränkische Schweiz wieder auf die A 9 in Fahrtrichtung Berlin fuhr, ist ihr aufgefallen, dass sie ihre Handtasche auf dem dortigen Parkplatz hatte stehen lassen. Als sie wieder wenden und zurückfahren wollte, überprüfte sie den Standort des in ihrer Handtasche befindlichen Handys. Dieses war aber bereits auf der Autobahn in nördliche Fahrtrichtung unterwegs.

Irgendjemand musste offensichtlich die Handtasche mit dem Handy eingepackt und gestohlen haben. Sofort verständigte sie die Polizei und gab in regelmäßigen Anrufen den Standort ihres Handys der Verkehrspolizei Bayreuth durch. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und konnten mit Unterstützung der Thüringer Polizei ein tatverdächtiges Fahrzeug hinter der Landesgrenze im Bereich Görkwitz (Saale-Orla-Kreis) bei Schleiz auf einem Autobahnparkplatz an der A 9 anhalten.

Von nichts gewusst?

Im kontrollierten Fahrzeug befand sich eine vietnamesische Familie aus dem Landkreis Augsburg. Der 50-jährige Fahrzeugführer des VW Touran wollte erst von nichts gewusst haben, gab dann aber doch zu, eine Tasche am Rastplatz gefunden und einfach mitgenommen zu haben. Letztendlich gab er die Handtasche heraus, die kurz danach von der mittlerweile eintreffenden Geschädigten als ihr Eigentum identifiziert werden konnte.

Teures Mobiltelefon zurück

Die Dame war überglücklich, dass sie dank der guten Zusammenarbeit der beiden Länderpolizeien wieder ihre Handtasche mit den Karten, diversem Bargeld und ihrem teuren Mobiltelefon wiederhatte. Gegen den 50-jährigen Angestellten wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Fundunterschlagung eingeleitet. pol