Lichtenfels — Im Rahmen des Sommerferienprogramms der kommunalen Jugendarbeit des Landkreises hatte das Jugendzentrum zu einem Workshop zum Thema "Holzhäuschen gestalten" eingeladen, der bei den Jungen und Mädchen auf große Resonanz stieß. An zwei Kursen beteiligten sich insgesamt 23 Kinder, um einen Nachmittag ihrer langen Ferienzeit unter der Anleitung von Heike Reinhardt mit einer kreativen Tätigkeit zu verbringen.
Die Hauptaufgabe bestand darin, zwei in der Form einer Häuserfront vorgegebene, unterschiedlich große Holzstücke beidseitig zu bemalen, die dann die Kursleiterin auf einer Bodenplatte zu einem Häuserensemble zusammenfügte. Die zwölfköpfige Gruppe ging mit Feuereifer ans Werk. Zunächst wurden Hausfront und Dach mit einem größeren Pinsel bemalt, wobei Blau neben Rot vorherrschten, aber auch weiße, grüne, rosa und lila Häuser zu sehen waren. Als Dachfarbe überwog natürlich Rot, aber auch blaue und grüne Dächer entstanden.


Haus in Regenbogenfarben

Die elfjährige Franziska aus Kümmersreuth war sehr mutig bei ihrer Farbauswahl und bemalte ihr Haus in ihrer künstlerischen Freiheit in allen Regenbogenfarben. Mehrere Föhne waren ständig im Einsatz, um die bemalten Werke zu trocknen, damit weitere Einzelheiten wie Fenster und Türen aufgemalt und die Rückseite angestrichen werden konnte. Für die Filigranarbeit verwendeten die Kinder kleinere Pinsel. Hier bot sich ihnen in gestalterischer Hinsicht die Möglichkeit, ihre individuelle Note einzubringen. So wurden Haustüren und mit Vorhängen verzierte Fenster aufgemalt, aber auch Bäume und Sträucher im Vorgarten nicht vergessen. Die beiden Freundinnen Annika und Magdalena aus Reundorf verwendeten für den "Rohbau" die gleichen Farben, um dann beim "Ausbau" ihre individuelle Note einzubringen. Dagegen schufen Hannah und Ciara unterschiedliche Werke. Als Einzige malte Hannahkein Dach, sondern nur die Frontansicht eines bei uns üblichen Satteldachhauses.
An alles hatte Annika aus Mistelfeld gedacht. Sie grenzte die beiden Stockwerke ihres Hauses mit Verzierungen ab und vergaß auch das Dachfenster und den Briefkasten neben der Haustür nicht. Nach zwei Stunden hatte sich jedes Kind ein individuelles Kunstwerk geschaffen, für das sie von ihren Müttern beim Abholen viel Lob bekamen und das sicher einen Ehrenplatz in ihrem Zimmer bekommen wird.