Nicht unwidersprochen bleiben Aussagen, die die Herzogenauracher Freien Wähler nach einem Ortstermin auf der Straßenbaustelle im Ortsteil Dondörflein in einer Pressemitteilung zusammengefasst haben. Sie hatten sich dort mit Anwohnern unterhalten (siehe FT vom 30. Juli, "Neuer Gehweg wird auch kritisch gesehen").
Unter anderem hatten die Kommunalpolitiker vermerkt, dass den Anwohnern eine frühzeitigere Information von Seiten der Stadtverwaltung am Herzen gelegen wäre. Das aber lässt Bürgermeister German Hacker (SPD) so nicht gelten. Hacker schreibt in einer Stellungnahme: "Die Planungen wurden sehr wohl mit den Betroffenen abgestimmt. Am 7. April (vier Monate vor Beginn der Arbeiten des Straßen- und Gehwegbaus) fand eine umfangreiche Informationsveranstaltung von Stadt und Landkreis statt, bei der sehr viele Anlieger anwesend waren. Eingeladen waren natürlich alle." Dort sei sehr detailliert "Meter für Meter" der Planung besprochen worden, berichtet der Bürgermeister.
Abgesehen davon hätten der Planer als auch der Bürgermeister selbst "weit im Vorfeld des Baus die Planungen mit den Anliegern einzeln abgestimmt". Da die Baustelle ja ursprünglich schon für 2015 fertig geplant war und nur wegen der Hauptwasserleitung im Untergrund der Straße um ein Jahr verschoben werden musste, ist es laut Hacker "völlig ausgeschlossen, dass sich jemand durch die Planung oder den Bau überrascht fühlt."
Auch die Anmerkung zur angeblichen "Engstelle" bezeichnet das Stadtoberhaupt als falsch. In der Pressemitteilung wurde behauptet, "zwei Fahrzeuge könnten im Begegnungsverkehr nicht aneinander vorbei fahren." Laut Stellungnahme des Bürgermeisters aber hat die Fahrbahn eine durchgängige Breite von 5,85 Meter. Normal seien Ortsdurchfahrten bei Kreisstraßen von 5,50 Meter.


"Nie Beschwerden vor Ort"

Grundsätzlich handelt sich im Bereich des Straßenbaus um eine Maßnahme des Landkreises, die laut Hacker "sehr eng mit der Stadt Herzogenaurach abgestimmt wurde." Seit April seien die Tiefbauarbeiten bezüglich Kanal- und Versorgungsleitungen durchgeführt und jetzt abgeschlossen worden. Hacker: "Alles verläuft völlig im Zeitplan und unser verantwortlicher Mitarbeiter kann davon berichten, dass es vor Ort nie Beschwerden von Anliegern gab." Auch das Gasthaus sei zu jeder Zeit von mindestens einer Seite anfahrbar gewesen. bp