Guttenberg ist zwar die kleinste selbstständige Gemeinde Oberfrankens und die drittkleinste Gemeinde Bayerns, doch derzeit wird gut in die gemeindeeigene Infrastruktur investiert. Die Guttenberger Räte beschäftigten sich in ihrer jüngsten Sitzung am Montagabend mit mehreren Sanierungsvorhaben. So sollen die Gemeindeverbindungsstraßen Guttenberg-Vogtendorf und Streichenreuth-Kupferberg saniert werden. Bürgermeister Eugen Hain (CSU) erläuterte, dass von drei angefragten Firmen nur zwei ein Angebot abgegeben haben. Das günstigste Angebot kam von der Firma GSG Guttenberger Straßenbaugesellschaft. Beide Straßen sollen insgesamt 29 154 Euro brutto kosten: 23 534 Euro für die Gemeindeverbindungsstraße Guttenberg-Vogtendorf und 5619 Euro für die Gemeindeverbindungsstraße Streichenreuth-Kupferberg.
Außerdem brachten die Guttenberger Räte eine Kanal- und Straßensanierung auf den Weg. Die Straßensanierung wird ebenfalls von der Firma GSG Guttenberger Straßenbaugesellschaft getätigt für 15 000 Euro.
Doch damit nicht genug der Sanierungsvorhaben. In der Januarsitzung hatte Otto Kreil (CSU) den Antrag gestellt, die Ortsstraße in Vogtendorf zu befestigen. Die Deckenerneuerung würde knapp 5000 Euro kosten. "Wir sind von der Angebotssumme positiv überrascht", merkte Bürgermeister Eugen Hain an. Dennoch sei die Gemeinde in einem Dilemma. Denn die Straßenausbaubeitragssatzung greife nicht, weil es sich um keinen Vollausbau handeln würde. Auch über Erschließungsbeiträge können die Anwohner nicht zur Kasse gebeten werden.
Otto Kreil (CSU) bot an, dass er die Kosten für das sogenannte Kehrgut übernehmen würde, denn eine Bereitschaft der Anwohner zu zahlen, gäbe es nicht. Diese Kosten belaufen sich auf immerhin 1500 Euro. Die Räte genehmigten schließlich die Maßnahme. Otto Kreil versprach, ein neues Angebot zum reduzierten Preis einzuholen. Damit müsste die Gemeinde noch 3500 Euro an Kosten übernehmen. Die Gemeinde sei ohnehin in der Pflicht, etwas zu unternehmen, mahnte Jochen Hildner (CSU). Karlheinz Witzgall (CSU) betonte, dass die Straße erhöht sei und die Gemeinde verpflichtet sei, dafür zu sorgen, dass kein Wasser auf die Grundstücke laufe. Zudem solle ein privatrechtlicher Vertrag mit einem Anwohner geschlossen werden, so dass die Entwässerung über sein Grundstück erfolgen könne.
Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates stand auch der Dorftreff auf der Tagesordnung. Landschaftsarchitekt Wolfgang Sack aus Bayreuth hat die Planungen für die Außenanlagen modifiziert. Die Parkplätze wurden von den geplanten Gastanks weggerückt, erläuterte Bürgermeister Eugen Hain. Die Räte beauftragten das Büro Sack, die Planungen zu aktualisieren. Die Kosten für die Außenanlagen erhöhen sich dadurch von 168 000 Euro auf 214 000 Euro. Das Planungsbüro solle zudem prüfen, ob die Asphaltierung des Weges möglich sei. Diese Variante solle alternativ ausgeschrieben werden, beschlossen die Räte.
Bürgermeister Eugen Hain (CSU) wies darauf hin, dass sich die Förderung durch den Freistaat Bayern nicht erhöhen würde. Das bedeutet, dass die Mehrkosten die Gemeinde selbst tragen müsste.
Außerdem legte Bürgermeister Hain einen Nachtrag in Höhe von 2986 Euro zu den ursprünglich veranschlagten Kosten für die Leichtmetallarbeiten vor. Der Eingang zum Technikraum solle von außen erfolgen. Aus diesem Grunde soll die Firma Oertel Metallbau eine zusätzliche Tür einbauen. Der Bürgermeister schlug, gemäß des Vorschlags des Architekten, eine Isolierglas-Alutür mit Sprossen vor. Doch die Räte votierten für eine kostengünstige Tür ohne Glas und Sprossen. Trotzdem befürworteten die Guttenberger Räte den Nachtrag.
Eugen Hain erinnerte die Guttenberger daran, einen Wechselantrag bei der Telekom für die Nutzung der Breitbandverkabelung zu stellen. Nur so könne eine gesicherte und reibungslose Umstellung der Versorgung gewährleistet werden.