Beim Tag des Handwerks in Seßlach konnte die Firma Scheider in Meeder nicht nur das Handwerk feiern, sondern auch ihr 25-jähriges Bestehen. Grund genug für die Handwerkskammer Oberfranken und die Landmaschinenmechaniker Innung, Firmengründer und Inhaber Wilfried Schneider Glückwünsche zu übermitteln.

Es ist Donnerstag, 16. September 1993, als Winfried Schneider eine nicht nur für ihn wichtige Weichenstellung vornimmt. Er wagt den Schritt in die Selbstständigkeit und gründet in der Johann-Nicolaus-Forkel-Straße in Meeder die Firma Schneider, die sich zunächst auf den Bereich der Land- und Melktechnik konzentrierte.

Das notwendige berufliche Rüstzeug hatte sich der Vollblut handwerker zunächst bei der Firma Gehrlicher in Fürth am Berg erworben, als er dort den Beruf des Landmaschinenmechanikers erlernte. Dabei wollte er es aber nicht belassen. Aus dem Gesellen wurde 1976 ein Meister seines Handwerkes. Aber auch damit war der Wissenshunger von Winfried Schneider nicht gestillt. Nur ein Jahr später legte er mit großem Erfolg die Prüfung zum Meister im Kfz-Handwerk ab. Obermeister Heiko Büschel (Handwerkskammer) betonte, dass es nicht selbstverständlich sei, mit einem Unternehmen 25 Jahre zu bestehen. Deutlich führte er vor Augen, dass bei land- und forstwirtschaftlichen Maschinen Hightech Einzug gehalten habe. Büschel weiter: "Für die Bereitstellung und Wartung solcher Technik sind unsere Landmaschinenbetriebe in Oberfranken zuständig." Der Obermeister lobte die Entscheidung Schneiders im Jahr 2000, sein Unternehmen auf eine weitere Säule zu stellen. Denn er nahm zusätzlich die Reparatur von Kraftfahrzeugen in seinen Arbeitsbereich auf. Ein Verkaufsraum wurde dann 2016 errichtet. "Stillstand gab es hier nie", unterstrich Heiko Büschel und verwies darauf, dass aus dem ehemaligen Ein-Mann-Betrieb ein Handwerksbetrieb mit acht Mitarbeitern wurde. Der Obermeister gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass Winfried Schneider mit seinem professionellen Team auch in Zukunft ein wichtiges Mitglied in der Wirtschaftsregion Oberfranken bleibe. Den beruflichen Werdegang von Winfried Schneider ließ der stellvertretende Obermeister der Landmaschinenmechaniker-Innung, Jürgen Martin, Revue passieren. Er erinnerte daran, dass er und der Jubilar sieben Jahre lang gemeinsam im elterlichen Betrieb von Jürgen Martin gearbeitet hätten. Martin räumte ein, dass er "teilschuld" an der Selbstständigkeit von Winfried Schneider sei. Dem Jubilar sei damals angeboten worden, als Selbstständiger den Bereich Melkmaschinen-Monteur zu übernehmen. "Ich war froh, dass du das Angebot angenommen hast", betonte Jürgen Martin. Eine Lanze für die Landwirtschaft brach Jürgen Martin, als er vor Augen führte, dass im Jahr 1900 ein Landwirt vier Personen ernährte. "Heute sind es 155", sagte er.

Im Namen der Gemeinde Meeder gratulierte Gemeinderat Matthias Korn zu dem Jubiläum. Das 25. Jubiläum war auch Anlass, Mitarbeiter zu ehren. Dank und Anerkennung wurden Heidrun Schneider (25 Jahre Betriebszugehörigkeit), Erwin Sackmann (15 Jahre) und Tobias Schneider (15 Jahre) zuteil. Martin Rebhan