Gleich vierfach haben die evangelischen Christen in Höchstadt die Geburt Christi gefeiert: Am Nachmittag in der festlich geschmückten Christuskirche mit einem Familiengottesdienst und mit dem Kinderchor, am Abend mit der traditionellen Waldweihnacht in Höchstadt-Süd sowie zeitgleich einer Christvesper mit Kammerorchester in der Christuskirche und in der Nacht mit einer Christmette, die vom Kirchenchor musikalisch gestaltet wurde.
Alle Gottesdienste waren außerordentlich gut besucht, teilt Pressebeauftragter Norbert Bechstein mit. Beim Familiengottesdienst, in dem der Kinderchor ein Singspiel vortrug, reichte selbst die Zusatzbestuhlung im angrenzenden Gemeinderaum nicht aus, allen Zuschauern einen Sitzplatz zu bieten. Unter der Leitung von Maria Thamm-Kaufmann und Kristin Gediga haben die Kinder das musikalische Krippenspiel "Hirte Gregor" vorgetragen, begleitet von einem kleinen Orchester.
Mit den Klängen des Posaunenchors im Ohr und den leuchtenden Kerzen entlang des Wegs zum Andachtsplatz mit einem Kerzenstern kamen wieder viele Hunderte, davon etliche Familien mit Kinderwagen und kleinen Kindern auf dem Arm oder an der Hand, zur Waldweihnacht. Die schlichte Atmosphäre auf der Waldlichtung, sowie die Konzentration auf die wesentlichen Elemente der frohen Botschaft und der Verzicht auf jede Prachtdarstellung sprechen die Christen in Höchstadt offensichtlich besonders an.
Das Singspiel vom Hirten Georg hatte einen Strohhalm zum Thema, den Georg in der Christnacht mitnahm und dafür später verlacht und verachtet wurde. Georg aber bewahrte seinen Schatz auf, weil, wie er sagte, "das Kind drauf gelegen hatte und er allein dadurch schon wertvoll wurde".
In der Christvesper erfreuten ein erlesenes Flöten-, Violinen- und Cello-Orchester sowie Tenorsoli mit Carsten Constien und Thomas Förtsch die Besucher. Dieses besondere weihnachtliche Konzert stand unter der Gesamtleitung von Klaus-Dieter Stolper.
In allen Predigten und Ansprachen richteten Pfarrer Friedrich Schäfer und Pfarrer Gottfried Schlee das Augenmerk auf die zeitgerechte Interpretation der frohen Botschaft von der Heiligen Nacht. Angesichts der schrecklichen Ereignisse vor gut einer Woche in Berlin benötigen die Menschen Anteilnahme, aber auch Hilfe, Beistand und Gebete. red