Viele Mitglieder aus den verschiedenen Abteilungen, der Bürgermeister, auch der Nikolaus - alle waren sie wieder ins Sportheim gekommen zur Jahresabschlussfeier der Spielvereinigung Ebing, um gemeinsam 2015 Revue passieren zu lassen. Diesmal lag ein besonderer Glanz über der Veranstaltung, im Blick von Vereinsvorsitzendem Bernhard Zenk spiegelte sich ein Mix aus Vorfreude und ein wenig Nervosität. Letztere war auch vollkommen nachvollziehbar, denn der Spielvereinigung Ebing wurde an diesem Samstagabend die ganz besondere Ehre zuteil, das Gütesiegel der "Silberne Raute" verliehen zu bekommen.
"Diese Auszeichnung ist eine Anerkennung dafür, dass die Spielvereinigung Ebing in Führung, Organisation, sozialem Engagement und in seinen Angeboten den gesellschaftlichen und sportlichen Anforderungen der Zeit gerecht wird", lobte Kreisehrenamtsbeauftragter Stefan Schmitt bei der feierlichen Übergabe der gerahmten Urkunde an Vorsitzenden Bernhard Zenk und Emil Schneiderbanger, dem Ehrenamtsbeauftragten der Spielvereinigung Ebing. Auch Bruno Kellner gratulierte als Bürgermeister im Namen der Marktgemeinde Rattelsdorf herzlich.
40 Punkte, gegliedert in den Kategorien Ehrenamt, Jugend, Breiten- und Freizeitsport sowie Gesundheit und Prävention beinhaltet der Kriterienkatalog als Grundlage für die Auszeichnung "Silberne Raute". "Ihr Verein hat die Kriterien hervorragend erfüllt, erhält das Gütesiegel zu Recht", betonte Schmitt. Möglich sei eine so positive Entwicklung wie bei der Spielvereinigung Ebing nur, wenn im Verein die breite Bereitschaft gegeben sei, sich ehrenamtlich zu engagieren. Schmitt wünschte der Spielvereinigung Ebing, dass das in Zukunft weiterhin der Fall sein möge.
Und damit war die perfekte Überleitung gelungen zu zwei weiteren Ehrungen im Rahmen der Jahresabschlussfeier im bis zum letzten Sitzplatz gefüllten Sportheim. Robert Tautmann und Roland Bleil, beide seit elf Jahren in der Jugendarbeit tätig, wurde hierfür das Verbandsehrenzeichen in Silber sowie die Verbandsehrenmedaille für Jugendbetreuer überreicht. "Die Jugend ist unser wertvollstes Kapital", freute sich Ehrenamtsbeauftragter Emil Schneiderbanger - und mit ihm alle Versammelten, die frenetisch Applaus klatschten.


Großer Anteil am Erfolg

Robert Tautmann, der seit 1987 Mitglied der Spielvereinigung Ebing ist und - schöne Geschichte am Rande - bei der Spielvereinigung auch seine heutige Frau Sabine kennenlernte, habe durch seine ehrenamtliche Tätigkeit seit 2004 wesentlichen Anteil an der erfolgreichen Entwicklung des Mädchen- und Frauenfußballs im Verein, würdigte Schneiderbanger. Derzeit ist Tautmann Trainer der D-Jugend-Buben.
Roland Bleil, bereits seit 1980 Mitglied bei der Spielvereinigung Ebern, war im Übrigen vier Jahre lang Trainer der Zweiten Herrenmannschaft und engagiert sich seit 2004 zusammen mit seinem Sohn Christof als Jugendbetreuer und Trainer.
Freilich verliert man bei der Spielvereinigung die Zukunft nicht aus den Augen - eine lobenswerte Einstellung, die sicherlich mit die Grundlage bildete für die "Silberne Raute". Doch bei der Jahresabschlussfeier ging der Blick natürlich vor allem zurück, man ließ die Erinnerung schweifen an schöne Momente und auch Erfolge bei der Spielvereinigung in 2015. Nachdem Vereinsvorsitzender Zenk ein positives Fazit zog, gingen auch die Mundwinkel des dann erschienenen Nikolaus ebenso nach oben. Der Rauschebartträger ging auf die Abteilungen Fußball, Tischtennis, Gymnastik, Laufgruppe und "Alte Germanen" ein. In seinem großen Buch verzeichnet war freilich auch die höchst erfreuliche Entwicklung der Ebinger Fußballfrauen, die heuer erstmals in der Vereinshistorie mit zwei Teams in die Punktspielsaison starteten - und derzeit überdies Platz 1 in der Bezirksliga beziehungsweise Kreisklasse belegen. "Erfolgreich sind die Fußballfrauen, da lohnt es sich, auf die Tabelle zu schauen", reimte der bärtige Redner. Mit dem Ebinger Seefest im Juni blieb bei der Versammlung ein Highlight im Vereinsgeschehen nicht unerwähnt, das viele Gäste aus dem ganzen Landkreis nach Ebing gelockt hatte. "Die Marlies schickte die Läufer auf die Strecke um den See - und nachher meinte alle wieder: in Abich, da is schö."
Alle ziehen bei der Spielvereinigung Ebing an einem Strang. Viele Rädchen müssen ineinandergreifen, um den Verein und seine Strukturen lebendig zu halten. Dessen sind sich die Vereinsverantwortlichen um Bernhard Zenk bewusst. So wurde an diesem Abend bei den Dankesworten auch niemand vergessen. Hausmeister, Platzwart, Platzkassier, Stadionsprecher, Bratwurstgriller, die Frau, die die Trikots wäscht, das Sportheim-Personal und natürlich auch die Sponsoren - alle gehören dazu, lautete der Tenor. Die gelungene musikalische Umrahmung bot im Sportheim eine Bläsergruppe der Ebinger Blasmusik mit vorweihnachtlichen Weisen. Bei einer veranstalteten Tombola freuten sich die Loskäufer über viele schöne Sachpreise.
Zuversichtlich und nach dieser tollen Auszeichnung mit der Silbernen Raute noch ein Stückweit mehr motiviert blickt die Spielvereinigung Ebing mit Vereinsführung und all ihren Mitgliedern in die Zukunft und freut sich auf 2016. Die Herren Kollegen von der Fifa können sich ein Beispiel an der Basis nehmen. Vereine wie die Spielvereinigung Ebing demonstrieren, worauf es beim Sport wirklich ankommt. Mario Deller