von unserem Mitarbeiter Bruno Preissinger

Marktschorgast — Mit Leib und Seele hat sich Günter Gallasch dem Gesang verschrieben - seit nunmehr 58 Jahren. Der Marktschorgaster, der nach wie vor im Gesangverein 1970 aktiv ist und jetzt seinen 75. Geburtstag feiern konnte, nennt Singen einen "unverzichtbaren Dienst für die Allgemeinheit".
Geboren in Weißstein-Bad Salzbrunn (Schlesien), wurde Gallasch am 9. März 1945 vertrieben und fand in Marktschorgast eine zweite Heimat. Bei der Firma Winterling in Schwarzenbach/Saale erlernte er den Beruf des Porzellanmalers. Eigentlich wollte er Fußballer werden. Doch in der 7. und 8. Klasse entdeckte er seine Leidenschaft für das Singen, ein Hobby, dem er auch vor Publikum frönen wollte.
Allerdings seien es anfangs nicht gerade erfreuliche Anlässe gewesen, erinnert er sich. So gestaltete er zum Beispiel bei Beerdigungen die Liturgie mit aus. Doch der Funke sei übergesprungen, weil er erlebt habe, wie Gesang zu Herzen gehen kann. Mit 17 Jahren trat Gallasch dann in die Chorgemeinschaft des ASV Marktschorgast ein und hob 13 Jahre später den Gesangverein 1970 Marktschorgast mit aus der Taufe. 1977 und 1978 war er dessen stellvertretender Vorsitzender. Von 1979 bis 2013 leitete er ununterbrochen als Vorsitzender die Geschicke des GV 70.
Der Jubilar ist nicht nur Ehrenmitglied sondern auch Ehrenvorsitzender und wirbt nach wie vor um Sänger. "Wer erst einmal auf den Geschmack gekommen ist, merkt, dass singen unbeschwerte Lebensfreude, innere Harmonie und Gemeinschaftssinn vermittelt. Es schützt die Atemwege vor Infekten und bremst das Altern. Singen ist wie Sport, alle Organe werden beansprucht. Es ist das Gesündeste für den Körper."
Dem verdienten Sänger haben der deutsche Chorverband und der Fränkische Sängerbund bereits die Ehrenurkunde und die goldene Ehrennadel für 50-jährige Sängertätigkeit im Chor verliehen.