In der jüngsten Sitzung des Erlanger Kultur- und Freizeitausschusses sind die vom Referat für Kultur, Bildung und Jugend entwickelten kulturpolitischen Leitsätze für die Stadt Erlangen beschlossen worden.

Die Stadt sieht ihre Kultur in ihrer Gesamtheit als Gemeinschaftsaufgabe aller Akteure: der städtischen Institutionen, der freien Szene, der Vereine und der privatwirtschaftlichen Kulturbetriebe. "Kulturpolitik ist Gesellschaftspolitik. Haltung zu zeigen, sich über eine gemeinsame Ausrichtung der eigenen Arbeit im Klaren zu sein, darüber, was uns wichtig ist und am Ende sagen zu können: Das macht uns aus, das ist die Haltung der Kulturarbeit in Erlangen", so begründet Kulturreferentin Anke Steinert-Neuwirth die Relevanz solcher Leitsätze.

Gegen Rassismus

Neun große Themen werden in diesem Papier aufgegriffen und für die lokale Kulturarbeit definiert. Neben einer grundsätzlichen klaren Haltung gegen Rassismus und für Diversität soll auch der Kunst Raum gegeben werden, um zu irritieren und Impulse zu geben. Beteiligung, Teilhabe und Inklusion sind in unterschiedlichen Kontexten der Kultur große Aufgaben, wie auch die Schaffung enger und neuer Verknüpfungen von Digitalisierung und Kultur. Weitere wichtige Themen sind Klimaschutz und Nachhaltigkeit, kulturelles Erbe, die Verlässlichkeit von Kunst- und Kulturräumen, die Schaffung von Experimentierräumen sowie für alle zugängliche Kunst im öffentlichen Raum. Kooperationen und Vernetzung mit der Region sowie internationalen Künstler und Partnern sind für die Erlanger Kulturarbeit seit jeher ein wichtiger Baustein. red