2020 war für die Knetzgauer Grünen wegen der Corona-Pandemie ein schwieriges und herausforderndes Jahr. Trotzdem blickte die Partei bei einer online abgehaltenen Jahresabschlussrunde zufrieden und mit Stolz auf das zurückliegende Jahr, wie Jochen Ambros, der Vorsitzende des Ortsverbandes Knetzgau von Bündnis 90/Die Grünen, betonte: "Nach einem tollen Wahlkampf konnten wir unsere Gemeinderatssitze bei der Kommunalwahl von einem auf drei Mandate vermehren. Wir waren mit Abstand der größte Wahlgewinner in Knetzgau, und zusammen mit den Grünen Oberaurach haben wir auch das beste Wahlergebnis eines grünen Ortsverbandes im ganzen Landkreis eingefahren."

Eines der besten Ergebnisse

Das Ergebnis für den von den Grünen nominierten Bürgermeisterkandidaten Benjamin Schraven sei ebenso ein Riesenerfolg und gar eines der besten Ergebnisse für einen grünen Kandidaten in ganz Bayern gewesen, fuhr Ambros laut einer Mitteilung der Partei fort. Stolz ist der Ortsvorsitzende nicht zuletzt wegen Stefan Lindner, der in Unterschwappach vor kurzem zum ersten grünen Ortssprecher in der Gemeinde gewählt wurde. Auch dass der Knetzgauer Matthias Lewin wieder den Einzug in den Kreistag geschafft hat und "nun wieder mit viel Tatkraft für die Gemeinde Knetzgau aktiv sein kann", stimmt den Knetzgauer Ortsvorsitzenden zufrieden.

Den Schwung aus dem Wahlkampf konnten die drei grünen Vertreter im Knetzgauer Gemeinderat, Nina Köberich, Benjamin Schraven und Peter Werner, nach eigenem Bekunden mit in die Arbeit des Gemeindegremiums nehmen. Sie bekräftigen einstimmig, wie sehr ihrer Meinung nach die Gemeinde Knetzgau auf aktive Gemeinderäte aus allen Gruppierungen angewiesen ist. "Auch im kommenden Jahr und darüber hinaus müssen wir Bürgermeister und Gemeindeverwaltung bei der Bewältigung großer Herausforderungen dringend unterstützen, damit diese auch weiterhin handlungsfähig bleiben können. Das hat nicht nur was mit Corona zu tun", sagte Benjamin Schraven. Denn schon seit Jahren bereite die finanzielle Entwicklung der Gemeindefinanzen Sorgen, ergänzte Nina Köberich.

Kritische Personalsituation

Als weitere Großbaustelle nennen die drei Gemeinderäte die kritische Personalsituation der Gemeinde. Nicht nur der Bauhof, gerade die Kernverwaltung sei chronisch unterbesetzt, wie der Gemeindekämmerer Marco Depner bereits öfters betont habe. "Mit einen Rathaus, das allenfalls noch in der Lage wäre, ein paar wenige Kleinprojekte voranzutreiben, wäre doch keinem Menschen geholfen. Handlungsfähigkeit muss die Devise lauten", forderte Peter Werner, der bereits seit dem Jahr 2014 im Knetzgauer Gemeinderat sitzt.

Die Grünen betonen, dass ihnen die steigende Gebührenlast für die Bürger Kopfzerbrechen bereite. Ein Mittel, um langfristig Abhilfe zu schaffen, sehen sie im lokalen Ausbau erneuerbarer Energien. red