"Hier ist's jetzt unendlich schön. Mich hat's gestern Abend, wie wir durch die Seen, Kanäle und Wäldchen schlichen, sehr gerührt, wie die Götter dem Fürsten erlaubt haben, einen Traum um sich herum zu schaffen", schrieb Goethe über den Wörlitzer Park im Mai 1778. In einem Vortrag an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) stellt Rudolf Höcker, der Gartenexkursionen im Wörlitzer Park leitet, das Gartenreich vor. Der Vortrag findet heute im Kollegienhaus, Universitätsstraße 15, 1.OG, Hörsaal KH 1.020, statt und beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Das Wörlitzer Gartenreich liegt in Sachsen-Anhalt inmitten der Elbelandschaft. Im Stil des englischen Landschaftsgartens entstand im 17. Jahrhundert ein durch harmonische Vollkommenheit gekennzeichnetes Werk von Natur und Kunst: Fürst von Anhalt-Dessau schuf einen der berühmtesten Landschaftsparks, der bis heute eine besondere Stellung einnimmt. Die Inszenierung einer natürlichen Landschaft lässt sich im Wörlitzer Park anhand von vielen typischen Merkmalen nachvollziehen. Genau abgestimmte Sichtachsen lenken die Blicke der Besucher auf klassische Gartenbauwerke, die als Blickpunkte den Horizont als wichtiges Element des Gartens mit einbinden. red