Schon länger angekündigt, haben die Fraktionsmitglieder der Grünen gemeinsam mit dem Vertreter der "Partei" im Stadtrat jetzt einen Antrag formuliert. Die Stadt soll zum "Sicheren Hafen" für geflüchtete Menschen werden. Der Antrag war schon im September für die Oktober-Sitzung des Stadtrates angekündigt worden.

Wortlaut der Forderung: "Die Stadt Herzogenaurach tritt der Initiative "Seebrücke Schafft sichere Häfen" bei und lässt sich auf der Webseite www.seebruecke.org als "Sicherer Hafen" eintragen.

Willkommenskultur

In einer ausführlichen Stellungnahme wird dieser Antrag erläutert und erklärt, was sich die Antragsteller genau vorstellen. Demnach soll der Stadtrat von Herzogenaurach wie zahlreiche andere Kommunen der Bundesrepublik die Initiative "Seebrücke Schafft sichere Häfen" unterstützen. Herzogenaurach "soll bereit sein, weiterhin Geflüchtete freiwillig aufzunehmen. Und weiter: "Deshalb erklärt sich die Stadt Herzogenaurach offiziell zum Sicheren Hafen für Geflüchtete. Damit bekräftigen die Kommune und ihre

Bevölkerung die bisher gelebte Praxis einer Willkommenskultur."

Appell an Bundesregierung

Der Stadtrat soll nach Ansicht der Antragsteller an die Bundesregierung appellieren, sich aufgrund ihrer ethischen Verantwortung weiterhin und verstärkt für die Bekämpfung der Fluchtursachen einzusetzen, insbesondere für eine gerechtere und effektivere Entwicklungs- und Klimaschutzpolitik. Auch dafür, dass die Menschen auf dem Mittelmeer gerettet und menschenwürdig in Europa verteilt und untergebracht werden. Denn: "Abschottung und Menschenrechtsverletzungen an den europäischen Grenzen sind keine legitimen politischen Mittel."

Die katastrophalen humanitären Bedingungen in den Lagern auf den griechischen Inseln würden ein sofortiges Handeln auf allen Ebenen erfordern. "Die Situation der Menschen in Moria, Lesbos und den anderen Lagern macht uns alle sehr betroffen. Desha lb müssen an den europäischen Außengrenzen alle zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft werden, um den dort gestrandeten Menschen Menschen schnell und unbürokratisch Hilfe zu leisten", heißt es weiter.