Die Oskar-Patzelt-Stiftung vergibt alljährlich im Rahmen des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" den Sonderpreis "Kommune des Jahres". Die Rennsteiggemeinde hat auch in diesem Jahr die Jurystufe erreicht und ist damit in der engeren Auswahl von insgesamt acht bayerischen Kommunen um die begehrte und seltene Auszeichnung. Damit werden die verschiedenen Aktivitäten, Projekte und Initiativen der Gemeinde für den Aufbau und bei der Entwicklung mittelständischer Wirtschaftsstrukturen gewürdigt.
"Steinbach am Wald ist eine wunderschöne Gemeinde mit extrem tüchtigen Menschen, die sich ehrenamtlich einbringen. Wir haben tolle Unternehmen, die Arbeits- und Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen und sich sozialpolitisch engagieren, und wir haben weitverzweigte, sehr gut funktionierende Netzwerke" - entsprechend stolz zeigte sich Bürgermeister Klaus Löffler bei der Urkundenübergabe, die alleine bereits eine hohe Auszeichnung darstelle.
Wie er betonte, sei diese Würdigung keinesfalls nur der Verdienst eines Bürgermeisters alleine. Vielmehr sei sie in Steinbach gerade auch das Ergebnis einer hervorragenden parteiübergreifenden Zusammenarbeit im Gemeinderat, wo man gemeinsame Zukunftsperspektiven für alle Generationen schaffe.
Die der Gemeinde mit dem Erreichen der Jurystufe entgegengebrachte Wertschätzung sei ein Beleg, dass der in den letzten Jahren eingeschlagene Weg einer Ökologie und Ökonomie im Einklang der richtige gewesen sei.


"Prosperierender Standort"

Gerade auch in der jüngeren Vergangenheit habe man für Steinbach wiederum viele Erfolge erzielen können. Damit die Verkehrsinfrastruktur mit den Investitionen der mittelständischen Unternehmen am prosperierenden Standort Steinbach am Wald Schritt halte, gelang der Kommune nach dem dreispurigen Ausbau der B 85 zwischen Förtschendorf und Steinbach am Wald nun der nächste Schritt: Für die Ortsdurchfahrt werden durch das staatliche Bauamt Mittel in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro verbaut und der Kreisverkehrsplatz der B 85 wird komplett saniert. Das Sozialministerium hat das Netzwerk "Lebensqualität für Generationen" (LQG) beauftragt, fünf Kommunen auf dem Weg zu Modellkommunen zu begleiten. Steinbach am Wald und das BRK - als starker Partner - werden dabei als Coach und Ansprechpartner fungieren. "Darauf sind wir sehr stolz", so der Bürgermeister.
Beim Breitbandausbau nach dem Förderprogramm sei Steinbach unter den Gemeinden im Landkreis an vorderer Front. Der Kooperationsvertrag konnte im November 2015 unterzeichnet werden, der Ausbau im vollem Gange. Die Nutzung werde spätestens ab September 2016 möglich sein. "Die Gemeinde wird hier etwa 70 000 Euro der 350 000 Euro großen Deckungslücke übernehmen", erklärte Löffler. Dabei war es der Gemeinde wichtig, das schnelle Internet in allen fünf Ortsteilen anbieten zu können. Mit der Einführung eines Gutscheinsystems habe man einen wichtigen Schritt getan, Kauf- und Wirtschaftskraft in der Gemeinde zu halten. In Sachen Infrastruktur schaffe man mit der - mit über 6 Millionen Euro veranschlagten - Generalsanierung, Erweiterung und Attraktivierung des Steinbacher Freizeit- und Tourismuszentrums ein Alleinstellungsmerkmal im nördlichen Landkreis.
Robert Knitt von der Bema-Consult GmbH hob die hohe Bedeutung des - nunmehr bereits 22. - "Großen Preises des Mittelstands" hervor. Besonders freue es ihn, wenn hier - so wie Steinbach - Gemeinden aus seinem Umfeld dabei seien. Zwölf Regionaljurys entscheiden in den nächsten Monaten über "Finalisten", "Preisträger" und "Sonderpreisträger", die dann auf einer der Auszeichnungsgalas "nach vorne gebeten" werden. hs