"Ich bin immer noch ganz überwältigt, was seit dem 25. November aus dem Boden gestampft wurde", schwärmt Isabel Walz aus Rothensand. Nach dem großen Erfolg des Martinswegs im Corona-Style waren immer wieder Stimmen laut geworden, doch auch einen Adventsweg zu initiieren. So haben sich kurzerhand sechs Frauen des Dreidörferecks Rothensand, Groß- und Kleinbuchfeld, die ehrenamtlich im Kinderkirchenteam UntererAischgrund aktiv sind, getroffen. Die kreativen und meditativen Ideen sprudelten nur so. Für die Umsetzung waren jedoch viele fleißige Hände nötig. Weitere Frauen, Austragshelfer für den Lageplan, Textschreiber und Bastelhelfer wurden mit ins Boot geholt.

15 Stationen in drei Dörfern

Das Konzept des Adventswegs besteht vor allem darin, den Advent vielfältig zu erleben. Die insgesamt 15 Stationen die auf die Dörfer Rothensand, Groß- und Kleinbuchfeld verteilt sind, sind nicht nur ein Gemeinschaftserlebnis für die Familien, sie wollen auch christliche Symbole, Heilige und Bräuche erklären. So findet man Informationen über die Heiligen Barbara, Nikolaus und Lucia, aber auch auf den Adventskalender, den Adventskranz oder den Weihnachtsbaum wird eingegangen. Auf anderen Stationen wird die Hirtenszenen und die Herbergssuche den Familien nähergebracht. Mit den Stationen Weihnachtsknobelein, Weihnachtsrätsel oder Suchbild werden die grauen Zellen aktiviert.

Die Rezept- und Bastelideen an den Mitmachstationen laden die Familien ein, diese auch daheim umzusetzen. Damit aber immer wieder etwas Neues zu entdecken ist, entschloss man sich, den Adventsweg aufzuteilen. So wurden am Vorabend des ersten Advent sechs Stationen eröffnet, die restlichen Stationen kamen am Vorabend des dritten Advent dazu. Damit die Familien animiert werden, die Stationen gut durchzulesen, findet man an jeder Station einen Buchstaben. Alle Buchstaben zusammen ergeben eine Botschaft. Den Verantwortlichen war und ist es aber wichtig, dass alle aktuellen Corona-Beschränkungen dabei immer eingehalten werden.

Der Höhepunkt des Adventswegs ist aber die neue lebensgroße Krippe als Holzscherenschnitt an der Ottilienkapelle. Der Standort wurde bewusst gewählt, so befindet sich die Kapelle zwischen den Dörfern mitten in der freien Natur. Schon von weitem ist der helle Stern über der Kapelle zu sehen. Mit Liebe wurden die Figuren und die Kapelle geschmückt und lassen den Besucher ehrfürchtig verweilen. So stellt man sich die Originalszene in dem kleinen Stall zu Bethlehem vor.

"Wann fängt Weihnachten an?"

Möglich wurde diese Krippe durch Spenden der Ortsvereine und Privatbürger. In Inneren der Kapelle hängt die Geschichte mit dem Titel "Wann fängt Weihnachten an?" Man könnte in diesem Jahr fast denken, dass hier Weihnachten schon etwas früher angefangen hat. Corona hat vieles verändert, aber diese "Hauruckaktion" hat bewirkt, dass gemeinschaftlich ein Projekt auf die Beine gestellt wurde, das im wahrsten Sinne bewegt und die Weihnachtsbotschaft lebendig werden lässt. Noch bis zum 31. Dezember besteht die Möglichkeit, sich selbst davon zu überzeugen. red