Eine besondere Auszeichnung wurde dem Coburger Nephrologen Prof. Dr. Markus Ketteler zuteil: Er wurde zum Leiter einer Kommission berufen, die die weltweit geltenden Leitlinien zur Behandlung von Störungen des Mineral- und Knochenstoffwechsels bei chronischen Nierenerkrankungen überarbeitet und aktualisiert hat. Ketteler bezeichnete dies als "die bemerkenswerteste Ehre, die mir je zuteil wurde". Es sei eine außerordentliche Besonderheit, dass ein Mediziner aus einem kommunalen Krankenhaus in ein solches Amt berufen werde. Prof. Ketteler teilte sich den Vorsitz der internationalen zwölfköpfigen Leitlinienkommission mit Prof. Dr. Mary Leonard von der renommierten Stanford-Universität (San Francisco). Mit dabei waren nur fünf Europäer.
Der Ärztliche Direktor des Regiomed-Klinikums Coburg ist bereits durch die mehrfache Aufnahme in die Liste der besten Ärzte Deutschlands des Nachrichtenmagazins Focus bekannt geworden. Nun jedoch wird sein medizinisches Fachwissen auch international gewürdigt. Aufgabe dieser Kommission war es, die bislang verwendete Leitlinie aus dem Jahr 2009 zu überprüfen und neue Erkenntnisse einzuarbeiten. Wie Ketteler erklärt, ist die englischsprachige Publikation Anfang 2017 geplant. Die deutsche Übersetzung wird kurz danach erstellt und als offizielle Leitlinie der Deutschen Fachgesellschaft für Nephrologie (DGfN) veröffentlicht. red