Zum Abschluss der Ferienkunstwoche des Mehrgenerationenhauses Haßfurt fanden sich zahlreiche interessierte Gäste zur Ausstellung in den Räumen der Volkshochschule in Haßfurt in der Mainmühle ein. Darunter waren die 31 Kinder des Kurses, zahlreiche Angehörige der Teilnehmer wie Eltern, Geschwister und Großeltern sowie das Personal des Mehrgenerationenhauses.
Das Thema lautete "Reise nach Wolkenkuckucksheim". Dabei beschrieben die Kinder Abenteuer, bis sie ihr Ziel, den Palast des Kuckucks, erreichten.
Das Reisethema und die Geschichte prägten die Ferienkunstwoche. Unter den 31 Kindern befanden sich etliche, die von einer Fluchtgeschichte geprägt sind, Kinder, die aus Syrien oder dem Irak geflohen sind.


Herausforderungen

Vor den rund 100 Gästen beschrieb Gudrun Greger, die Leiterin des Hauses in Haßfurt, die Chancen und positiven Erlebnisse, aber auch die Herausforderungen, die in der Zusammenführung von deutschen Kindern und Kindern aus anderen Kulturen und Ländern im Rahmen des Ferienprogramms lagen.
Die Leiterin des Mehrgenerationenhauses erklärte, es sei gar nicht so leicht, vorhandene Sprachbarrieren zu überwinden oder fehlende Alltagskompetenzen zu vermitteln. Außerdem fügte Gudrun Greger hinzu, dass die Informationen über bestehende Angebote grundsätzlich erst einmal zu diesen Menschen transportiert werden müssten.
Durch finanzielle Unterstützung vom bayerischen Sozialministerium im Rahmen des Förderprogramms "Zusammenhalt fördern - Integration stärken" hat das Mehrgenerationenhaus Haßfurt Unterstützung für seine verschiedenen Projektbausteine zur weiteren Integration von Menschen mit Fluchthintergrund erhalten. Deshalb war bei der Ferienkunstwoche die Einbindung zusätzlichen Fachpersonals möglich. Beispielsweise waren die Bildhauerin Kathrin Hubl und die Kulturwissenschaftlerin Sibylle Kneuer in diesem Jahr dabei. Zusammen mit dem Team des Mehrgenerationenhauses und der Ganztagsbetreuung des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) konnten so alle Hürden gemeistert werden, wie aus einer Medienmitteilung der Veranstalter hervorgeht.
Der Kunsttherapeut Andreas Neunhöffer beleuchtete aus künstlerischer und pädagogischer Sicht die Ausstellung. Die Teilnehmer konnten sich bei der Ferienkunstwoche frei entfalten. Es gab keine Wertung der Arbeiten und auch keine Vorlagen oder Vorgaben für das Schaffen der jungen Künstler. Die Ferienkunstwoche war auch für Kinder wie Achmad aus Syrien, der seit seiner Flucht behindert ist, ein schönes Erlebnis.
Am Ende der Veranstaltung erhielten alle Kinder ein persönliches Zertifikat für ihre Teilnahme am Ferienprogramm. Logisches Fazit: Es steht bereits jetzt fest, dass die Ferienkunstwoche auch im Jahr 2017 in der ersten Septemberwoche wieder stattfinden wird; am Thema wird bereits "gebastelt". red