Bei den bayerischen Kurzbahnmeisterschaften, die im Hallenbad des SV Bayreuth ausgetragen wurden, agierten die Brüder Gregor und Martin Spörlein als fleißige Medaillensammler für die SG Bamberg. Gregor Spörlein wurde bayerischer Meister über 50 m Schmetterling und gewann zudem noch jeweils zwei Silber- und Bronzemedaillen. Sein Bruder Martin holte Silber über 50 m Freistil. Dabei fielen Vereinsrekorde gleich auf vier Strecken. Insgesamt entsandten 49 Vereine 352 Aktive nach Bayreuth, die 1554 Einzel- und 60 Staffelstarts absolvierten.
Zunächst wurden auf den Kurzstrecken in den Vorläufen die schnellsten 16 Schwimmer ermittelt, die schließlich im A- bzw. B-Finale die Plätze 1 bis 8 und 9 bis 16 ausschwammen.


Triumph und neue Rekorde

Gregor Spörlein (Jahrgang 1995) präsentierte sich erneut in absoluter Topform und pulverisierte zahlreiche Vereinsrekorde. Bereits in seinem Auftaktrennen stellte er als Vorlaufsieger über 200 m Freistil in 1:50,39 Min. eine neue persönliche Bestmarke auf, die er im Finale bestätigen konnte und somit die Bronzemedaille errang (1:50,39 Sek.). Über 100 m Schmetterling zog er als Vorlaufschnellster mit neuem Vereinsrekord (55,36) ins Finale ein, unterbot diesen nochmals (55,07) und wurde bayerischer Vizemeister. Über 100 m Freistil (50,40) entschied der Student den Vorlauf für sich und schlug im Finale (50,08) erneut als Silbermedaillengewinner an. Dabei unterbot er den 14 Jahre alten Vereinsrekord von Michael Schubert um 0,04 Sekunden.
Den Glanzpunkt setzte der 22-Jährige in seinem letzten Einzelrennen über 50 m Schmetterling: Erneut qualifizierte er sich mit Vorlaufbestzeit und Vereinsrekord (24,49) für den Endlauf, den er schließlich in 24,52 Sek. für sich entschied.


Silber für Martin Spörlein

Ein besonderes Highlight aus Bamberger Sicht war das Rennen über 50 m Freistil: Hier kam es zu einem Herzschlagfinale der beiden Spörlein-Brüder. Im Vorlauf stellte Gregor Spörlein mit Rang 2 einen neuen Vereinsrekord (22,97) vor seinem Bruder Martin (1997) auf, der mit 23,07 anschlug. Im Finale unterbot schließlich Martin Spörlein den Rekord seines älteren Bruders um eine Hundertstelsekunde (22,96) und wurde bayerischer Vizemeister. Gregor Spörlein gewann im Finale in 23,07 Sek. die Bronzemedaille. Martin Spörlein erzielte zudem noch zwei persönliche Bestmarken in den B-Finals über 50 m Schmetterling (27,03) und 100 m Freistil, die jeweils Platz 12 bedeuteten.
Bastian Schorr (1992) brachte konstant gute Leistungen und qualifizierte sich gleich für fünf B-Finals: 100 m Freistil (54,89 Sek./16. Platz), 200 m Freistil (1:54,54 Min./ 11.), 400 m Freistil (4:13,94/16.), 100 m Schmetterling (59,26 Sek./12.) und 100 m Lagen (1:02,88 Min. /12.). Kevin Kertész (2003) schaffte als jüngster Bamberger den Sprung ins B-Finale über 100 m Rücken und erzielte mit Rang 11 eine neue persönliche Bestzeit (1:02,76 Min.). Elena Kober (2000) hätte sich mit Rang 9 im Vorlauf über 200 m Schmetterling (2:30,22 Min.) ebenfalls für das B-Finale qualifiziert, verzichtete aber auf einen Start.
In starker Form präsentierten sich auch die Bamberger Langstreckenschwimmer, deren Läufe gleich als Entscheidung ausgetragen wurden: Hanna Krauß (1993) kam über 400 m Lagen (5:13,74 Min.) auf den 11. Platz und über 400 m Freistil (4:40,16 Min.) auf Rang 14. Ihre jüngere Schwester Katrin Krauß (1997) schwamm über 1500 m Freistil in 19:27,98 Min. auf den 11. Platz. Daniel Pfaender (1996) schlug nach 800 m Freistil (9:11,95) mit neuer persönlicher Bestzeit als 16. an. Julia-Sophia Scheuermann (2000) überzeugte mit einer starken Bestzeit über 1500 m Freistil (18:52,22) und Rang 9. Über 400 m Lagen (5:27,37) erzielte sie Rang 16.
Zudem hatten sich mit Nikita Bergmann (2005), Leila Jafoui (2004), Maja Lehner (2004), Dorothea Rupprecht (2000) und Dinah-Maxin Schüpferling (2002) einige Nachwuchsschwimmerinnen für die Titelkämpfe qualifiziert, die mit zahlreichen persönlichen Bestzeiten und Platzierungen im Mittelfeld überzeugten.


Freistilstaffel auf Rang 4

Wie bei den Landesmeisterschaften üblich, standen die bei den Schwimmern besonders beliebten Staffelwettbewerbe auf dem Programm. Dabei verpasste die 4 x 50 m Freistil-Staffel der Herren mit M. Spörlein / K. Kertész / B. Schorr / G. Spörlein in 1:35,27 Min. das Podium mit Rang 4 nur knapp. Die 4 x 50 m Lagen-Staffel in der Besetzung B. Schorr (Rücken) / K. Kertész (Brust) / G. Spörlein (Schmetterling) / M. Spörlein (Freistil) kam in 1:47,05 Min. auf Rang 5. Die Mixed-Staffel über 4 x 50 m Freistil mit M. Spörlein / H. Krauß / E. Kober / G. Spörlein schlug nach 1:42,64 Min. ebenfalls auf Rang 5 an. Das zweite Mixed-Team mit D. Pfaender / D. Rupprecht / K. Krauß / B. Schorr erreichte in 1:47,79 Min. Rang 10. Die 4 x 50 m Lagen-Mixed-Staffel erkämpfte sich mit B. Schorr (Rücken) / L. Jafoui (Brust) / G. Spörlein (Schmetterling) / D. Schüpferling (Freistil) in 1:59,14 Min. den 6. Platz.
Das Trainerteam um Chefcoach Tushar Sikdar zeigte sich mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Die Meisterschaft war zudem ein wichtiger Test für die deutschen Kurzbahnmeisterschaften Mitte Dezember in Berlin. Dort werden voraussichtlich Gregor und Martin Spörlein sowie Bastian Schorr in den Einzeldisziplinen starten. Zudem sind noch Staffelmeldungen geplant. pkl