Seinen 95. Geburtstag feiert am morgigen Sonntag in geistiger Frische Hermann Dorn aus Ampferbach, der gleichzeitig der älteste Bürger des Ortes ist. Der Jubilar wuchs mit sieben Geschwistern in der elterlichen Metzgerei auf. Alle Geschwister sind bereits verstorben bzw. gefallen. Mit 17 Jahren wurde Hermann Dorn noch in den Krieg eingezogen, somit ist er der einzige noch lebende Weltkriegsteilnehmer in Ampferbach.

In den 1960er Jahren arbeitete er als Bote bei Görres in Bamberg, später war er bis zur Rente als Pförtner bei der Fa. Schaeffler (Bamberg) beschäftigt. Bis 2004 betrieb der Jubilar zusammen mit seiner Frau Rosa, die er 1954 heiratete und die bereits verstorben ist, einen Kolonialwarenladen in Ampferbach und nebenher noch eine kleine Landwirtschaft. Sein Hobby war vor allem der Angelsport, wo er aus der Rauhen Ebrach so manchen Forelle und etliche Hechte an Land zog. Bis vor kurzem war sein Garten sein Hauptbeschäftigungsfeld. In der Ortsgemeinschaft hat sich Hermann Dorn ebenfalls eingebracht: So war er 33 Jahre lang Vorsitzender des Krieger-, Reservisten- und Kameradschaftsvereines Ampferbach. Jedes Jahr am Stiftungsfest bereichert er die Veranstaltung durch einen Beitrag mit seinen Kriegserlebnissen. Bis heute sammelt er interessante FT-Berichte aus dem Ortsgeschehen in seinen Ordnern - ein interessantes Nachschlagwerk, wie er sagt. Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor, von denen eine bereits verstorben ist. Zum Fest gratulieren aus der Familie noch drei Enkel und drei Urenkel. red