Auf eine Einladung aus der französischen Partnerstadt Pringy trat der Verein der Altstadtfreunde Gräfenberg im voll besetzten Bus die 800 Kilometer lange Reise ins Departement Hochsavoyen an den See von Annecy an.

Dort hatte der Präsident des Vereins "Les Amis de Gräfenberg", Clode Burnoud, in Absprache mit Hans-Peter Reck, in Personalunion Vorsitzender des Freundeskreises Pringy und Zweiter Vorsitzender der Gräfenberger Altstadtfreunde, ein Besichtigungsprogramm vorbereitet, das für die kultur- und baugeschichtlich interessierten Altstadtfreunde maßgeschneidert war: Eine wassergetriebene Sägemühle im Gebirge wurde für sie angeworfen.

Den Reblochon genossen

Daneben stellten Handwerker Schindeln aus Holz her. In einem originalen Bergbauernhof aus dem 19. Jahrhundert wurde die Herstellung des savoyardischen Weichkäses erklärt, des Reblochon, natürlich mit anschließender Verkostung.

Ein weiterer Höhepunkt war die Besichtigung des Inselschlösschens in der Altstadt von Annecy, nach dem Eiffelturm in Paris das beliebteste Fotomotiv Frankreichs. Seine dreijährige denkmalgerechte Sanierung konnte gerade abgeschlossen werden.

An die Führung durch den Bau aus dem 14. Jahrhundert schloss sich eine Aussprache über Denkmalschutz in Frankreich im Vergleich zu Deutschland an. Deutlich wurde dabei, dass im zentralistischen Frankreich die staatlichen Ebenen bis hinauf nach Paris sich wesentlich intensiver als in Deutschland in alle Maßnahmen einbringen. Besondere Erwähnung fand bei allen Ansprachen der hohe Anteil von zwölf Jugendlichen unter den insgesamt 57 Gästen aus Gräfenberg. Auch mit musikalischen Gastgeschenken wusste die deutsche Delegation zu gefallen: Ein Spontan-Chor bereicherte das Festkonzert zum 30-jährigen Bestehen des Chores "La Chorale la Lorelei", der sich unter der Patenschaft des MGV Frankonia Gräfenberg im Jahr 1988 gegründet hatte.

Mit der gemeinsam gesungenen Europahymne "Freude schöner Götterfunken" und Blasmusik der vorwiegend jugendlichen Posaunisten aus Gräfenberg fanden die Freundschaftstage einen würdigen Abschluss. red