Albin Schorn Grabsteine können auch Geschichten erzählen, so beispielsweise auf dem Friedhof des Königsberger Stadtteils: Familie Kaiser in Hofstetten war sich nach dem Tod ihres Vaters Georg im Jahre 2013 einig: Ein würdevolles Grabmal sollte die Lebensgeschichte des Verstorbenen wiedergeben als ein individuelles Zeichen der Wertschätzung und Erinnerungen bewahren.

Ehefrau Sieglinde - sie starb erst im Januar dieses Jahres - einigte sich mit ihren Kindern Christa, Birgit, Helene , Andreas und Stefan - auf einen Doppelgrabstein aus Marmor. Die eine Hälfte sollte in sechs Motiven markante Erinnerungen an den Ehemann und Vater ausdrücken, die andere Steinhälfte die Lebensdaten der Bestatteten im Familiengrab beschreiben.

So hat der Steinmetzbetrieb Andreas Vogt aus Ermershausen die bedeutsamen Motive für die Familienangehörigen einem himmelwärts aufsteigenden Weg zuzuordnen: Das elterliche Fachwerkhaus in Hofstetten, die Ruhebank aus dem Hausflur, das Traumfahrzeug "Unimog" als Zugmaschine zur Molkerei nach Ebern. Gut 15 Jahre lang bediente der "Schorsch" die einzelnen Milchsammelstellen auf seiner Route nach Ebern, vorbei auch am Bildstock auf dem Weg über Bühl. Und schließlich ist die Ortskirche St. Anna eingraviert. Hier hatte er Mesnerdienste übernommen und regelmäßig Gottesdienste besucht.

Der Weg des Irdischen endet. Das Ziel ist eine aufgehende strahlende Sonne im Hintergrund, für den Glaubenden die Erwartung einer strahlenden Ewigkeit, die Auferstehung.