Zu einem ökumenischen Wortgottesdienst hatten sich die Feuerwehren aus dem Stadtgebiet Burgkunstadt in der Kirchleiner Kirche eingefunden. Zusammen mit Drittem Bürgermeister Manfred Hofmann (CSU), den beiden Kreisbrandmeistern Thomas Petterich und Thilo Kraus zogen die Feuerwehrleute von der Kirchleiner Ortsmitte mit einem Zug zur Kirche.
Diakon Herbert begrüßte die Feuerwehrleute im Gotteshaus. Er stellte fest, dass sie ein ganz wichtiger Grundstein in der Bevölkerung sind: "Immer wieder ist es gut, wenn sie für andere da sind und ihr Leben für andere einsetzen. Deshalb erbitten wir heute Gottessegen für alle in den Feuerwehren tätigen Menschen."


Barmherziger Samariter

Pfarrer Raimund Pretzer erklärte die Frage "Wer ist mein Nächster" am Beispiel des Gleichnisses vom "Barmherzigen Samariter". Feuerwehrleute seien da, wenn sie gebraucht würden und gingen nicht an Situationen, in denen Hilfe benötigt wird, vorbei. Selbst wenn sie bei schweren Einsätzen von schlimmen Bildern geplagt würden, seien sie es, die sofort wieder da seien, wenn sie gebraucht würden. Der Samariter schaute hin, als ein Mensch Hilfe benötigt hatte und das würden die Dienstleistenden in unseren Feuerwehren auch tun, so der Pfarrer.
In Beziehungen und Tätigkeiten macht uns Jesus klar, wer unser Nächster ist. Beide, der Samariter vor über 2000 Jahren und die Feuerwehrleute heute, sind Vorbilder in der Gesellschaft und im christlichen Sinn. Der in Not Geratene ist also der Nächste, dies sei für die Feuerwehren Programm. Durch diese Helfer wirke Gott in unserer Welt und in der Not.
Kyrierufe, Lesung und die Fürbitten hatten die Feuerwehren selbst übernommen. Sie baten dem Schöpfer um seine Hilfe und Segen für weitere gute Kameradschaft, Unterstützung in ihrem Wirken, Konfliktlösungen bei seelischen Problemen und möglichst wenige Einsätze. Dank galt allen verstorbenen treuen Feuerwehrkameraden. Der Vorsitzende der Kirchleiner Wehr Thomas Dembowski lud im Anschluss alle zu einem kleinen Umtrunk ein. Die Altenkunstadter Feuerwehr hatte ihr modernes Fahrzeug HLF 20 zur Besichtigung auf dem Kirchleiner Kirchplatz aufgestellt. Gerätewart Michael Göring und Fahrer Michael Oppel erklärten bereitwillig die Vorzüge dieses Lösch- und Hilfefahrzeuges. Bereits 100 Einsätze sind damit gefahren worden, erläuterte Michael Oppel Pfarrer Pretzer, der das Fahrzeug unter die Lupe nahm. red