Starker Wind und bedrohliche Wolken konnten Zwei- und Vierbeiner nicht davon abhalten, am Samstagnachmittag zur Tiersegnung rund um die Stadtpfarrkirche St. Georg zu kommen. Sogar aus dem Nürnberger Land und aus Eckental sowie der gesamten Region um Höchstadt nutzten viele die Gelegenheit, ihre treuen Wegbegleiter segnen zu lassen.

In ihrer Ansprache verwies Pastoralreferentin Monika Urbasik auf den Wandel im Verhältnis zwischen Tier und Mensch. Stand früher der bloße Nutzwert eines Tieres im Vordergrund, so erkennen heute viele mehr den Eigenwert der Tierwelt. Tiere bekommen nicht nur Abfälle als Futter, sondern es wird eine bewusste Auswahl der Tierhalter getroffen. Zu Tierärzten bringt man Tiere auch zu Impfungen, Operationen und Untersuchungen. Schulung, Beschäftigung und genügend Freiraum zum Auslauf stehen für verantwortungsvolle Tierhalter auf der Tagesordnung.

Dies alles führte Monika Urbasik auf die Tatsache zurück, dass auch die Tiere als Wegbegleiter anerkannt sind. Gerade in Zeiten von Corona haben vielen ihre Haustiere als Seelenversteher und in geradezu freundschaftlicher Verbundenheit mitten in der Isolation wirkungsvoll geholfen, so Urbasik. "Selbst wenn man nichts sagt, ist alles gesagt zwischen Mensch und Tier."

Die Gefühle des "Gebrauchtwerdens" und des "Getröstetseins" helfen vielen in ihrer Einsamkeit. Einsamkeit kann auch ein Gefühl darstellen, wo viele Menschen zusammenleben, meinte die Pastoralreferentin. So verteilte sie Schutzengelbilder mit entsprechenden Texten an die Anwesenden, während Stadtpfarrer Kilian Kemmer und Subsidiar James Nangachiveetill die Tiere rund um die Kirche segneten. LM