von unserem Mitarbeiter Ralph Bilek

Rostock/Coburg — Noch einmal geht es für den HSC 2000 Coburg bereits am morgigen Karfreitag in die weite Fremde. Zum vierten Mal reisen die Coburger in dieser Saison bereits am Vortag des Spiels an, diesmal geht es an die Ostsee zum HC Empor Rostock.
Bislang ist die Bilanz dieser "Luxus"-Spiele durchwachsen. Einem Sieg in Henstedt-Ulzburg stehen die Niederlagen in Bad Schwartau und bei Nordhorn-Lingen gegenüber. Das Ziel von Trainer Jan Gorr ist es, zumindest eine ausgeglichene Bilanz herzustellen und sich die Punkte zu angeln.

Ein nachträgliches Geschenk?

Denn der Coburger Trainer, der am vergangenen Montag seinen 37. Geburtstag feierte, wird seinem Hobby, dem Angeln, an der Ostsee nicht frönen können, aber vielleicht reicht es zumindest zu einem Ausflug ans Wasser um den "Kollegen", wie schon beim Gastspiel in Bad Schwartau, dabei zumindest zuschauen zu können. Ansonsten ist Gorr aber voll auf den Gegner fokussiert.
"Wir wollen das in Rostock jetzt besser machen als in Lübeck." Er weist darauf hin, dass die Ausgangssituation ähnlich ist wie vor der Partie gegen Bad Schwartau. "Auch die hatten damals am Spieltag zuvor hoch gegen Aue verloren, das ist diesmal genauso. Ich erwarte eine extrem angestachelte Rostocker Mannschaft, die diese besondere Herausforderung gegen uns annimmt und mit einem ähnlich emotionalen Spiel wie wir es in Bad Schwartau erlebt haben, versuchen wird, die Niederlage in Aue auszumerzen."
Damit das den Rostockern nicht gelingt, hat Gorr nicht nur die Rückraum-Achse mit Patrik Hruscak und Tom Wetzel im Blick, sondern: "Wir müssen das Tempospiel über die Außen Rene Gruszka und Vyron Papadopoulos unterbinden, wenn wir Erfolg haben wollen."
Die Coburger beklagen derzeit "einige Wehwehchen, einige müssen aufgrund der langen Saison auf die Zähne beißen , was in anderen Teams aber genauso ist. Der Coburger Trainer hat festgestellt, dass Rostock, die kurz vor dem Hinspiel ihren Trainer gewechselt haben, schon einige Dinge optimiert hat im Vergleich zur Hinserie und auch noch Punkte gegen den Abstieg braucht.
Man darf gespannt sein, welchen "Köder" Jan Gorr auswirft, um dem Rostocker Angriffswirbel Einhalt zu gebieten. Er verweist aber schmunzelnd darauf, dass es mit der Beobachtung von Anglern an der Ostsee aufgrund der windigen Wetterlage wohl nichts werden wird. Doch die Punkte sollen auf jeden Fall abgefischt werden.