Sie bezeichnen sich selbst als das "gallische Läufer-Dorf". Der Grund: Sie nehmen es oft mit weitaus größeren Vereinen auf - und gewinnen trotzdem erstaunlich oft. Nun haben die "Gallier" vom SV Bergdorf-Höhn erneut zugeschlagen. Daniel Götz, Florian Beck und Dominik Mages holten je eine Einzelmedaille bei den Bayerischen Berglaufmeisterschaften im Bayerischen Wald. Im Team-Wettbewerb gab es zudem Silber. Knapp 30 Sekunden fehlten zu Gold.

Götz mit viel Wille zum Sieg

Kurzfristig kamen diese Bayerischen Meisterschaften in Zenting zur Austragung. Dabei galt es 7,7 Kilometer und 550 Höhenmeter hinauf zum Gipfel des Brotjacklriegels zu überwinden. Götz löste sich bereits nach drei Kilometern vom Rest des Feldes. Bis zuletzt musste er aber um seinen Titel bangen. Der Grund: Auf dem letzten Kilometer, in einer steilen Treppenpassage im Wald, wurde er vom Lokalmatador Olaf Schober überholt. Nur mit einer enormen Willensleistung konnte der Wildenheider noch einmal kontern und das Rennen drehen. Mit neun Sekunden Vorsprung holte er sich den Gesamtsieg und den Titel des Bayerischer Berglaufmeisters in 35:16 Minuten.

Beck holt Bronze

Überraschung dann auf Platz drei: Hier ließ Florian Beck die deutlich stärker eingeschätzte Konkurrenz aus Regensburg und Bad Aibling hinter sich. Mit einem Jubelschrei überquerte der 26-Jährige nur 27 Sekunden hinter seinem Vereinskollegen die Ziellinie am Gipfel des Brotjacklriegels. Dank kluger Renneinteilung hatte er sich Stück für Stück nach vorne geschoben. Je länger das Rennen dauerte, desto stärker wurde er. Mit Bronze sicherte er sich nicht nur die erste Einzelmedaille bei einer "Bayerischen", sondern auch den verdienten Lohn für seine enorme Leistungsverbesserung in dieser Saison. "Endlich! Ich bin überglücklich", so sein erster Kommentar im Ziel.

Der dritte Höhner, Dominik Mages, erlebte diesmal einen rabenschwarzen Tag.

Mages mit Mühe

Der 41-Jährige kam mit der äußerst unrhythmischen Strecke nicht zurecht und war auf Schadensbegrenzung bedacjt. In seinem Fall bedeutete dies trotzdem Rang 3 in der Wertung der M40.

Silber mit dem Team

In der Team-Wertung, bei der die Zeiten der drei schnellsten Läufer eines Vereins addiert werden, wurde es extrem knapp - mit dem besseren Ausgang für die Rosenheimer. Sie sicherten sich Gold, während sich Höhn mit Silber zufriedengeben mussten - zum wiederholten Male nach der Medaille aus 2019.

Wolter wird Vierter

In der M65 ging außerdem noch der Höhner Routinier Michael Wolter an den Start. Als mehrfacher Medaillengewinner rechnete er sich berechtige Chancen auf eine Medaille aus. Doch kam auch er nicht mit der Strecke zurecht. So blieb ihm am Ende nur die "Holz-Medaille", also der vierte Platz in 50:37 Minuten.

Bronze für Helder

Besser machte es hingegen Egon Helder vom TSV Buchenrod. In der M70 sicherte er sich mit einer enormen Energieleistung die Bronzemedaille in 54:59 Minuten und war überglücklich über seine Leistung. dgö/rs