Vor rund einem Jahr wurde der erste Spatenstich getan - im Dezember ist es so weit: Die laut Projektleiter Torsten Hans aktuell "größte Kletteranlage Nordbayerns" öffnet ihre Tore für Besucher. Auch Nicht-Kletterer sollen auf ihre Kosten kommen. "Das ist keine reine Sportanlage, sondern ein Ort, an dem sich jeder einfach aufhalten kann", erklärt Projektleiter Hans im Gespräch mit unserer Zeitung. Neben der großen Kletteranlage wird es ein Bistro geben, einen Mehrzweckraum, eine Bibliothek und auch die Geschäftsstelle der Sektion Erlangen des Deutschen Alpenvereins (DAV) wird sich ab Dezember in der Anlage in der Hartmannstraße 116 - direkt gegenüber dem Röthelheimbad - einfinden.

Die Kletteranlage bildet das Kernstück der Vereinsanlage. In einer Höhe von bis zu 18 Metern können sich die Besucher an den vielen Wänden und unterschiedlichen Routen im Innenbereich sowie einer großen Außenanlage ausprobieren. Sowohl Kinder und Familien, Anfänger, Hobby-Sportler als auch Leistungssportler - wie der Erlanger Profikletterer und Olympiastarter Alexander Megos - kommen hier laut Betreiber auf ihre Kosten.

Außerdem wird es eine sogenannte Speedwand geben. Speedklettern, also Klettern auf Zeit, ist eine der drei olympischen Kletter-Disziplinen. Anhand der speziellen Wand lasse sich Speedklettern somit auch in der "Sparkassen Bergwelt" trainieren - jedoch könnten sich auch Anfänger an der Wand versuchen. In der nächsten Ausbaustufe ist auch eine Boulderwand geplant. In bis zu vier Metern Höhe klettert man dort dann ohne Sicherung, nur mit einer Weichbodenmatte unter der Wand.

Gesichert wird man an den Wänden klassisch von einem Partner mit einem Seil. Für den Fall, dass sich einmal kein Kletterpartner findet, ist vorgesorgt: Neben einem offenen Klettertreff gibt es in der Anlage an einigen Wänden Sicherungsautomaten - man hängt sein Seil dann an einem Gerät über der Wand ein, sodass man ohne Sicherungspartner klettern kann.

Es wird zudem eine reiche Auswahl an Kursen geben: Für Kinder und Erwachsene, von Schnupperkursen bis hin zu Trainingskursen wird alles dabei sein. Die Kletterausrüstung kann man sich direkt in der Anlage ausleihen, außerdem wird es einen Shop mit kleineren Kletterutensilien geben.

Separater Kursbereich

Die Kurse finden in einem separaten Kursbereich statt - dieser Bereich kann jedoch auch von Gruppen angemietet werden. "Abgetrennt von der Öffentlichkeit kann man sich dort dann ganz in Ruhe auf das Klettern konzentrieren", erklärt Hans.

Die Preise für Kurse oder Eintritt verrät der Projektleiter indes noch nicht. Jedoch würden er und sein Team sich an den Preisen in anderen Kletterhallen der Region orientieren: "Das wird keine besondere Überraschung." Neben Tageskarten wird es auch Dauerkarten verschiedener Art geben, für Mitglieder des Vereins hält der DAV außerdem kleine Vergünstigungen bereit. red