In den kommenden Wochen werden immer am Mittwochabend um 21 Uhr, dem Beginn der Ausgangssperre, die Glocken der Herzogenauracher katholischen Kirchen fünf Minuten lang läuten. Mit diesem Geläut sind alle eingeladen, fünf Minuten zu beten und dadurch Solidarität mit allen Menschen zu zeigen, die unter der Corona-Pandemie besonders leiden. Das teilt Stadtpfarrer Helmut Hetzel mit.

Alle Kranken, ihre Angehörigen und alle, die sich beruflich für diese Menschen einsetzen, alle Einsamen und Abgeschirmten, alle, die darunter leiden, ihre Angehörigen im Sterben nicht begleiten zu dürfen, und viele andere sollen durch dieses Gebet die Verbundenheit spüren, so Hetzel. Das Gebet könne ein stilles Innehalten an diesem Abend sein oder ein einfaches Vaterunser mit dem Gedanken an die betroffenen Menschen.

In den Herzogenauracher Kirchen werden an den Eingängen Handzettel mit einem formulierten Gebet aufliegen, ebenso wird dieses jeweils auf der Homepage veröffentlicht.

Seit dem verschärftem Lockdown werden in Herzogenaurach keine katholischen Werktagsgottesdienste mehr gefeiert, um möglichst wenig Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen. Damit nehmen alle aufeinander Rücksicht und übernehmen füreinander Verantwortung. Und dennoch soll unter anderem durch diese Form die Verbundenheit im Glauben gestärkt werden. red