Bamberg — Zum 17. Mal wurde in diesem Jahr der Internationale Naturfoto-Wettbewerb "Glanzlichter" ausgeschrieben. Der Wettbewerb steht im Zusammenhang mit den Internationalen Fürstenfelder Naturfototagen, einem dreitägigen Event, das Vorträge, Firmenpräsentationen, Seminare, Ausstellungen und Begleitprogramm umfasst. Höhepunkt der Fürstenfelder Naturfototage ist jedes Mal die erste öffentliche Präsentation der neuen Glanzlichter, also der Siegerbilder des gleichnamigen Wettbewerbs.
Die Jury um die Naturfotografin und Initiatorin des Projekts, Mara Fuhrmann, durfte in diesem Jahr unter fast 21 800 Wettbewerbseinsendungen auswählen, die von 1166 Fotografinnen und Fotografen aus 35 Ländern eingereicht wurden - ein neuer Rekord. Freilich stellt Deutschland mit 685 Einsendern den Hauptanteil, gefolgt von Italien (132), Österreich (74) und der Schweiz (65). Es waren aber auch Fotografen aus China, Indien, Panama und Sambia mit von der Partie. Hinter diesen Zahlen verbirgt sich die Tatsache, dass sich die "Glanzlichter" inzwischen als einer der führenden Wettbewerbe dieser Art weltweit etabliert haben.

Verschiedene Kategorien

Nach den Fürstenfelder Naturfototagen hat die Ausstellung nun ihre Reise durch die namhaften Naturmuseen Deutschlands und des benachbarten Auslands angetreten. Der Auftakt findet wieder im Naturkundemuseum Bamberg statt.
Wie jedes Mal bei diesem jährlich ausgeschriebenen Wettbewerb konnten Bilder zu verschiedenen Themenbereichen eingeschickt werden; unter anderem Kategorien wie "Magnificent Wilderness", "Artists on wings", "Nature as Art", oder "River Scenery in the World". Gesamtsieger wurde 2015 Luigi Lanzetti aus Italien mit seinem Bild "Streifzug im Sumpf": Das Meisterbild zeigt eine Löwin auf Streifzug in einem Sumpfgebiet der Serengeti. Der Bildausschnitt ist absolut ungewöhnlich: Die Löwin erscheint sehr klein in einem wogenden, durch Wind, Licht und Schatten geformten Grasmeer.
Unter den Siegerfotos findet man auch wieder manche "stille" Bilder; denn oft sind es gerade die Details am Wegesrand, welche, vom künstlerischen Blick des Fotografen erfasst, wunderbare Stimmungen und Assoziationen wecken. So gerieten Sumpfdotterblumen in einem Tümpel, frischgrüne Farnwedel unter abgebrannten Bäumen oder eine Libelle auf gebogenen Schilfblättern zu wahren Meisterfotos. Beeindruckend in ihrer strotzenden Kraft sind hingegen Fotos wie jenes vom Kampf eines Löwen mit einem Krokodil oder die Nahaufnahme eines wahrlich archaisch-gewaltig wirkenden Breitmaulnashorns in Begleitung ihres Nachwuchses.
Auch dem Fotografen-Nachwuchs wurde mit dem "Junior Award" wieder Rechnung getragen. Ihn gewann die 12-jährige Liina Heikkinen aus Finnland mit ihrem Bild "Wintermahlzeit". Es zeigt einen drohend blickenden Habicht, der sich über sein erbeutetes Eichhörnchen beugt. red