von unserem Redaktionsmitglied Thomas Malz

Münnerstadt — Mit zwölf zu sieben Stimmen hat der Stadtrat die Jahresrechnung 2013 festgestellt, mit zwölf zu sieben Stimmen die Verwaltung und Bürgermeister Helmut Blank (CSU) entlastet, der bei der zweiten Entscheidung nicht mitstimmen durfte. Für Diskussionen sorgte unter anderem ein fehlender Stadtratsbeschluss,
Die Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Michaela Wedemann (CSU), stellte das Ergebnis kurz vor. Vier der fünf Ausschuss-Mitglieder hatten dem Stadtrat empfohlen, die Jahresrechnung festzustellen und die Verwaltung einschließlich Bürgermeister zu entlasten. Angeregt wird vom Ausschuss unter anderem, dass die Ausgaben vom BraveheartBattle zu prüfen sind, die Mieteinnahmen aus Hallen- und Raumnutzung vereinnahmt werden und die Stundenerfassung des Bauhofs speziell für externe Dienstleistung im Stadtrat behandelt wird.
Die Entlastung sei zu verweigern, meinte Stadtrat Leo Pfennig und nannte zwei Gründe dafür: Einerseits seien zwei Leasing-Verträge für Dienstwagen des Bürgermeisters ohne Rechtsgrundlage abgeschlossen worden, andererseits sei die Mehrzweckhalle einem Veranstalter kostenlos überlassen worden.
Bei den Leasing-Verträgen handele es sich um einen formalen Fehler, erklärte der Bürgermeister. Über die Überlassung der Mehrzweckhalle könne er frei entscheiden (der Bürgermeister darf über eine Summe von 2000 Euro verfügen). Der Prüfungsverband stimme dem zu. Es sei alles in Ordnung.
Michaela Wedemann bekräftigte, dass der Bürgermeister alle Kosten der Leasing-Verträge übernommen habe, es fehle lediglich der Stadtratsbeschluss, das sei eine Formalie. Nachdem Andreas Trägner (Freie Wähler) bedenken angemeldet hatte, sagte auch Rita Schmitt (Forum aktiv), dass sie noch Klärungsbedarf sehe und nicht zustimmen werde. "Das können Sie gerne tun, das macht doch nichts", sagte der Bürgermeister. Gegenüber unserer Zeitung bekräftigte er am Dienstag, dass er sämtliche Kosten einschließlich Steuern selbst getragen habe. Es gehe in der Diskussion nur darum, seiner Person zu schaden.