Im großen Saal des Bistumshauses St. Otto konnte der 1. Bevollmächtige der IG Metall Bamberg, Matthias Gebhardt, vor rund 60 Delegierten aus den Betrieben Christiane Benner, die Zweite Vorsitzende der IG Metall und Aufsichtsrats-Mitglied bei Bosch, willkommen heißen. Laut der Pressemitteilung der Gewerkschaft ging Gebhardt auf die positive Mitgliederentwicklung der regionalen IG Metall in den vergangenen eineinhalb Jahren ein. Rund 14 350 Menschen gehören im Raum Bamberg, Ebern, Forchheim und Höchstadt der Gewerkschaft an.
Diesen Aspekt griff Christiane Benner in ihrem Beitrag auf und dankte den Funktionären im Betrieb für ihren Einsatz für die Beschäftigten. Als wichtige Stärke bezeichnete sie, dass die IG Metall bei den jungen Beschäftigten so gut aufgestellt sei. "Mit über 230 000 jungen Mitgliedern unter 27 Jahre sind wir der größte politische Jugendverband in Deutschland."
Schwerpunkt in ihrem Beitrag war das Thema der Arbeitszeitgestaltung. Die Frage, "Wem gehört die Zeit?" stelle sich heute durch eine fortschreitende Entgrenzung und Flexibilisierung in neuer Qualität. Mit ihrer Kampagne "Mein Leben, meine Zeit: Arbeit neu denken!" greift die IG Metall diese Themen auf. "Die Dauer, Lage und Verteilung von Arbeitszeit ist eine der zentralen Gerechtigkeitsfragen. Die Beschäftigen stellen jeden Tag ihre hohe Flexibilität unter Beweis. Als Gegenleistung wollen sie mehr Zeitsouveränität, mehr selbstbestimmtes Arbeiten für sich statt fremdbestimmter Flexibilität.
Zuvor hatte sich die Zweite Vorsitzende bei einem Besuch bei Bosch in Bamberg über die Produkte, die fortschreitende Digitalisierung und deren Auswirkungen auf Arbeitsplätze und Qualifikationsanforderungen im Dialog mit Beschäftigten und Betriebsrat informiert. Im Gespräch mit dem Betriebsratsvorsitzenden Mario Gutmann, dessen Stellvertreterin Waltraud Fuchs und der Werkleitung wurden Auslastung, Investitionen, Produkte und Zukunftsperspektiven des Industriebetriebes beleuchtet. red