Über so ein Interesse würde man sich in Kulmbach freuen: 70 Rugendorfer folgten der Einladung zur Bürgerversammlung, umrahmt von der Dorfmusik Rugendorf, ins Haus der Jugend. Bürgermeister Ralf Holzmann war zufrieden mit dem zu Ende gehenden Jahr 2016 und blickte positiv nach vorne.


Neue Bauplätze

Da die Gemeinde derzeit nur noch einen erschlossenen Bauplatz zum Verkauf anbieten könne, so Holzmann, hat die Gemeinde die Planung für das Neubaugebiet Langenbühler Weg III vergeben. Dort sollen acht Parzellen für Einfamilienhäuser entstehen.
Nach den Worten des Bürgermeisters wird auch an der Erweiterung des Gewerbegebietes am Sportplatz II gearbeitet, damit für eine Betriebsansiedlung im nächsten Jahr die notwendige Infrastruktur zur Verfügung steht. Holzmann nannte keinen Namen, sagte aber zu, dass man die Öffentlichkeit rechtzeitig informieren werde. Dem Vernehmen nach will sich ein großer Holzbau- und Zimmereibetrieb aus Wallenfels hier ansiedeln und benötigt eine Fläche von 20 000 Quadratmetern.


1026 Einwohner

Der Bürgermeister bezifferte die Einwohnerzahl aktuell auf 1026. Heuer stünden sechs Sterbefälle vier Geburten gegenüber. Die Gesamtverschuldung der Gemeinde werde bis zum Jahresende mit 959 000 Euro wieder unter die Millionengrenze sinken. Die Pro-Kopf-Verschuldung betrage 924 Euro.
Laut Holzmann beläuft sich der gemeindliche Zuschuss für das Haus der Jugend auf rund 75 000 Euro. Für die bevorstehende energetische Sanierung im Rahmen des KIP-Programms wende man 154 000 Euro auf sowie für die Breitbanderschließung 310 000 Euro. 406 700 Euro staatliche Förderung gebe es für beide Projekte. Das Ziel "Glasfaser in jedes Haus" werde weiter verfolgt, sonst würden Wohn- und Gewerbestandorte von der digitalen Welt abgehängt.
Der Bürgermeister dankte allen Helfern, die sich bei den Feierlichkeiten zum 700-jährigen Bestehen der Gemeinde beispielhaft engagiert haben. Abschluss des Jubiläumsjahres sei am 3. Advent der erste Rugendorfer Weihnachtsmarkt auf dem Dorfplatz.


Transparenz ist wichtig

Holzmann betonte, dass er stets ein offenes Ohr für alle Bürger habe und sich gerne um die Anliegen von Jung und Alt kümmere. Er könne auch gut mit der in einer demokratischen Gesellschaft notwendigen und auch gewünschten konstruktiven Kritik umgehen. Sehr wichtig sei ihm das Thema Transparenz. Er forderte dazu auf, der Jugend ein gutes Miteinander in der Gemeinde vorzuleben: "Das allein ist schon viel wert."
In der Diskussionsrunde machte Gemeinderat Albert Müller den Vorschlag, kommunale Grünflächen in Blumenwiesen umzufunktionieren. Neben einem schöneren Anblick werde dem Bauhof so auch Arbeit erspart. Der Bürgermeister sicherte zu, dass sich die Verwaltung informieren und die Sache möglichst umsetzen werde.
Geprüft werden soll die Möglichkeit, für den Internetempfang WLAN im Haus der Jugend einzurichten. Weiter wurde angeregt, Unterstellmöglichkeiten an den Bushaltestellen in den Ortsteilen zu schaffen sowie einen Aushang im Dorfladen.


Thema Hundehaufen

Erneut ein Thema waren die vielfach anzutreffenden Hundehaufen. Wie der Bürgermeister erklärte, hätten ihn deswegen bereits mehrere Schüler und Jugendliche angesprochen und die Aufstellung einer Dog-Station angeregt. Auch hierüber werde der Gemeinderat diskutieren.